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26. September, die Einsetzungs-Bulle dcs neuen Erzbischvfsam 1. Okrobcr vor sich. Nach cincr alten Handschrift mel-dete Adolf den in der Sitzung gegenwärtigen Kapitnlarcn,daß er vom Pabstc an die Stelle Diethcrs von Jscnburg ge-wählt worden, und er begehre demnach seine nnmittelbareJusiallirung. Ein kleiner Theil verlangte, da viele Mitglie-der dcs Kollegiums fehlten, eine Monatfrisi zu Ueberlcgungder Sache. Adolf bcharrtc auf seiner Forderung. Des fol-genden Tages ward eine zweite Versammlung gehalten; Rup-recht Graf von Solms, Vulprecht van Ders, Konrad Ranvon Holzhauscn, Kuno Hcrdan von Buches und einige Andereverhießen Gewährung. Nach diesem verfügten sich die Gra-fen Johann von Nassau (Adolfs Neffe), und Eberhard vonKonigstcin, Herr zu Eppcnsiein, nach dem Stadthanfe und for-derten den Magistrat auf, zweihundert Bürger zum Schutzder Domkirche zu entsenden, da Adolf von Nassau, welchender Pabst zum Erzbischof gemacht, Willens sey, noch diesenAbend die Kirche in Besitz zu nehmen. Der Magistrat er-staunte ob dieser seltsamen und abentheucrlichcn Nachricht,um so mehr, da von einer Absetzung DictherS nicht eine Sylbeverlautet hatte. Allein als er durch eine Botschaft in demKapitel nach dem Befinden der Sache sich erkundigt, sah erdas kaum Glaubliche bestätigt. Außer Staude, unvorbereitetsich dem Begehreu der gewaltsamen Parlhci zu widersetzen,sandte er die Zweihundert vor den Dom. Einige der oben-aufgcführtcn Kapitnlarcn warfen Graf Adolf mitten auf derStraße einen Chorrock um, führten ihn in die Kirche, sangenein „Herr Gott, dich loben wir!" und darauf auch die Ves-per. Sodann wurde der Ncugewähltc allem Volk von derEmporkirchc herab verkündet. Dies Geschäft besorgte derselbeVulpcrt van Ders, welcher einige Zeit zuvor den Jscnburgauf jenem Platze ausgerufen hatte.
Nicht ohne einige Verwunderung wird man lesen,daß die grellen Akte, welche wir erzählt, ohne Einsprache
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