Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Ende machen, der Kirche, Geistlichkeit und Volke zu Mainzvorträglich seyn. Uns und unsern Nachfolgern mit »»verrück-ter Treue, Gehorsam und Ergebenheit zugethan bleiben, undalles erfüllen, was ein guter und wahrer Erzbischof seiner Kircheund der römischen, der Mutter, Lehrerin und Gebieterin allerandern, schuldig ist."

„Nimm also das Joch des Herrn mit Gehorsam undBereitwilligkeit an; versehe dein Amt getreulich, steißig, verstän-dig, daß diese Kirche sich deines weisen und vorsichtigen Re-giments freue, und du nebst dem Lohne der ewigen Wicder-vergeltung unsern und des apostolischen Stuhls Segen undGnade immer mehr und mehr verdienest. Gegeben zuTcvereim Jahr des Herrn 1461 den 21. Aug. unseres Pabstthumsim dritten Jahr."

Das Domkapitel zu Mainz erhielt mittelst einer vomPabst erlassenen Bulle, gemessenen Befehl, dem neuen Erzbi-schofe, als dem nunmehr einzig-rechtmäßigen Gebieter und Seelen-Hirten, ungesäumt zu huldigen; auf den Fall eines Wider-spruchs wurden den Betreffenden die härtesten Kirchcnsirafenangedroht. Eine zweite Bulle sprach geistliche und weltlicheUnterthauen von den an Dicther gcschworncn Eiden und Pflich-ten frei.

Flachsland erschien mit beiden Aktenstücken, Jedermannunerwartet, in Mainz, nachdem er seinen Weg durch dieSchweiz, über Basel, genommen. Der Tag seiner Ankunftwar gerade so gewählt worden, daß nur wenige Domherren,und zwar die von der Nassau'schcn Parthei, in der Stadt an-wesend sich befanden. Man trieb die Sache so weit und soversteckt, daß Diether noch vor der Sitzung, in welcher desPabstes Bullen wider ihn verlesen wurden und zu welcher manihn, um das Imposante zu verstärken, unter irgend einemVorwand selbst eingeladen hatte, nichts von dem Schlage ahnte,welcher ihn zermalmen sollte.

Die Verlesung der Absetzungs-Bullc gieng Samstag den