Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Wahl odcr Unsere Bestätigung an gedachte Kirche habenkonnte."

„Da nun dieselbe hierdurch erledigtworden, sich auch ohne Unsniemand einsetzen konnte odcr kaun, weil Wir Uns deren Be-setzung, mit Einsicht des apostolischen Stuhles, vorbehielten,so nahmen Wir auf eine geschwinde und glückliche Vergebunggedachter Kirche, damit sie den Uebeln einer laugen Erledigungnicht ausgesetzt wäre, unsern väterlichen Bedacht, und, nach-dem Wir Uns mit unsern Brüdern einer tauglichen Personwegen berathschlagt, damit, zum Nutzen der Geistlichkeitund des Volkes, der schändliche Ehebrecher, durch den rechtmä-ßigen Hirten desto eher vertrieben werde, so richteten Wir un-ser Augenmerk auf dich, einen zum Subdiakon geweihten Dom-herrn dieser Kirche, weil Wir erwogen haben, daß du von gu-ten Sitten, gelehrt, im Geistlichen vorsichtig, im Weltlichenklug und erfahren, gastfrei, gütig, sanftmüthig, gerecht, mitvielen andern Tugenden begabt, und aus einem gräflichenHause entsprossen seyst, dessen Gcblütc von des Reiches ober-stem Gipfel hcrabguillt. Nachdem nun deine Person, deinerVerdienste wegen, Uns und unsern Brüdern annehmlich ge-schienen hat,^ so haben Wir aus apostolischer Macht, mitderselben Bcirath, der Kirche zu Mainz Vorsehung mit dirgethan, und setzen dich zum Hirten und Erzbischofc im Na-men dessen, dcr'Gnade gibt und Belohnung verleihet, ein, in demVertrauen, daß es um gedachte Kirche, durch den Beistandder göttlichen Gnade, unter deinem glücklichen Regimentswohl stehen, und sie im Geistlichen und Weltlichen gedeihenwerde. Wir hoffen dabei, du werdest in deiner Ahnen Fuß-tapfcn eintreten; denn Wir vernahmen, daß einige aus deinemHause diese Kirche so klug, bescheiden und wohl regieret, daßihre Namen bis auf diesen Tag unvergeßlich geblieben, undder Ruf öffentlich verkündigt, da habe die Mainzer Kirche gc-blühct, als sie Hirten von Nassau gehabt. Wir hoffen auchzu Gott, du werdest der Tirannci des ruchlosen Diethers einII. 10