Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Pabst Kalirtus III. bereits zu Gunsten eines Andern verfügthatte, allein derHinschcid des Erbachers zn Mainz, selbst imJahr 1559, eröffnete ihm günstige Aussichten.

Es ließ sich erwarten, daß die Nassan'schc Parthci, nochimmer auf zahlreiche Anhänger fußend und durch bedeutendeGeschlechts-und Lehensvcrbindungcn machtig, nicht ftycrn würde,ihr, seit Johanns II. Tod verschmähtes Ansehen wiederumgeltend zu machen. Der kräftige Adolf, Adolfs II. Sohn,geboren im Jahr 1505, durch Kenntnisse und ritterlichen Geistbereits mit Ehren bekannt und von dem Geiste der ausge-zeichneten Männer seiner Familie, besonders jener, welche denErzstuhl zu Mainz geziert, mächtig getrieben, wurde, nachdemer mehrere geistliche Stellen untergeordneten Ranges, und zu-letzt die eines Domherrn am Mainzischen Kapitel bekleidet,als Bewerber vorgeschoben und man wandte alle Mittel an,um die Wahl durchzusetzen. Andererseits sprach Diethcr'svon Jsenburg anziehende Persönlichkeit und milderes Wesenmehr zum Herzen der öffentlichen Meinung; die Wahl zeigtejedoch große Schwierigkeiten und keine Aeußerung der Leiden-schaft und des Eigennutzes blieb unversucht. Die Mehrzahlentschied zuletzt für Dicthcrn.

Nicht mit Unrecht ist ältern Beschreiben, MainzischcrBegebenheiten der Vorwurf grober Parthcilichkeiten und hi-storischer Verfälschungen, bei Erzählung der Einzclnhcitcn die-ser vcrhängnißvollcn Wahl, vorgeworfen worden. Der unzci-tige und übertriebene Diensteifer eines Hcllwichs und Andererhaben, um den Fürsten von Nassau zu gefallen, die lügenhaf-ten Thatsachen ersonnen und die gröbsten Schmähungen aufdas Haupt des cdcln Dicthcrs gehäuft, daß man nicht ohnetiefen Unwillen die Ergebnisse einer schärften Kritik und einerquellenmäßigen Vcrgleichung von Personen und Handlungen desmerkwürdigen Dramas mit Deklamationen zusammenstellen kann.Diese Männer vergessen ganz und gar in dem überwiegende Drängezu schmeicheln und belohnt zu weiden, was ein späterer Hi«