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Mit Hessen noch inniger als zuvor, ausgesöhnt, und mit derLand-Vogtci der Wcttcrau belehnt, erschien er endlich wiederin Person zu Konstanz, fand bei dem Konzilium und demKaiser freundliche Aufnahme, und empfing von dem Letzterendie Regalien, nicht nach bisheriger Sitte kniccnd, sondern ste-hend, blos mit dem Körper etwas vorwärts gebückt.
Von da an sieht man ihn meist nur in friedlichen, pric-sierlichen Verrichtungen; wie z. B. als er den Bischof vonChur zu Hcppenhcim bestätigte, und dem Dechanten und Dom-sängcr zu Bingcn zwei Kapelle» einräumte; als er der Ar-muth des Kapitels zu Amönaburg großmüthig aufhalf undfür die Seelen seiner Eltern, Gcrlach und Margarctha, so wieseines Bruders Adolf, Messen stiftete; oder auch, als er zuMainz ein Kapitel des Benediktiner-Ordens halten ließ, Ha-nau von der Belästigung einer Synode befreite, und dem Klo-ster St. Alban, gemeinsam mit dem Bischof von Worms,Friedrich von Flcckenstein, den Rang eines Chorhcrrnsiifts ver-lieh. Mit den drei übrigen rheinischen Churfürsten schloß ereinen engern Bund, versöhnte den Pfalzgrafcn Ludwig undOtto nach langem brudcrmbrdcrischcm Streit. Im vertrau-testen Verhältnisse stand er während der letzten Tage seinesLebens mit Dietrich von Mors, dem Erzbischof von Köln;diesem half er seine Irrungen mit den Bürgern der Stadtverfechten.
Verschiedene andere seiner Bemühungen, welche auf kirch-liche und häusliche Angelegenheiten Bezug haben, haben wirim Verlauf seiner Lcbensgcschichte, deren mehr nach Außengekehrte und allgemeinere Richtung wir durch solche Einzcln-hcitcn nicht unterbrechen konnten, zu erwähnen vcrspart.So seinen Eifer in Tröstung und Aufrichtung des nie-dergedrückten Volksgcistes, als die Pest im Jahre 1398 auchseine Diözese hart heimgesucht; ebenso die Hülfelcistung beidem großen Brande vom Jahre lä03, welcher in Bingenden größten Theil der Stadt und die Hauptkirche zerstört;