Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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1410, mit mehr oder minder Unterbrechung bis tl 15 geführ-ten Fehde durch die Vasallen und Strcitgenosscn, so wie durchdas Micthvolk des mainzischcn Prälaten verübt worden sind;doch nahmen die mißhandelten Hessen auch ihrerseits sobald undso oft sich Gelegenheit darbot, blutige Wicdcrvcrgcltung.Der Anführer der buchwaldischcn Ritter, Felix Srupfclcr, be-fahl in der Wuth des Herzens über die fruchtlose BelagerungHcrsfcld, wehrlosen Knaben, welche ihm in die Hände fielen,Hände und Füße abzuhauen; aber als er gerade, hart unterden Mauern der Stadt, Weinfässern, welche er erbeutet, denBoden einschlagen ließ, sah er sich von den eigenen Leutenverlassen und in der Gewalt der Bürger, welche ihn ohneweitere Umstände an den Galgen schlugen. Auch Me Grasenvon Nassau-Dillenbnrg, Johann und Adolf, sengten und brann-ten in Obcrhcssen auf unrühmliche Weise, und an den Besa-tzungen ihres Vetters, des Erzbischofs zu Amvnabnrg, Mcl-nau, Battcnbcrg, Rosenthal, Neustadt und Fritzlar, welchevon Zeit zu Zeit verheerende Strcifzüge unternahmen, fandensie kraftigen Rückhalt. Als die Bürger von Frankcnberg demRitter von Busseck, ihrem Vcrburgrcchteten, friedliches Geleitegaben, wurden sie von den Mainzischcn hinterlistig überfallenund ihrer ein guter Theil crtodtct; ebenso erlitten sie bei Ver-folgung eines Sieges über ihre Feinde aus Köln und Waldcck,durch dicMcdcbachcr, eine schwere Niederlage, beider fast allesauf dem Platze blieb. Graf Heinrich von Waldcck steckte ra-cherisch für erlittene Unbilden, die Stadt Kirchhain in Flam-men. Endlich ergriff die Verwüstung auch das Amt Blan-kenburg, in welches die Nassauer mit zahlreichen Banden ein-fielen und schnöde Dinge verübten.

Der Landgraf, durch die Noth des Landes und die Mah-nungen seines Sohnes Ludewig aus langer Unthätigkcit auf-geschreckt, wollte so eben das Schwert der Vergeltung gürten,als er die Hand des Todes über sich fühlte. Er beschworseinen Nachfolger Frieden zu schließen, und wirklich kam der-