Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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anzuempfehlen, welche dcs heiligen römischen Reiches löblicheChurfürsten unter sich ausfcchtcn wurden. ,

König Wenzel war inzwischen mit Johann von Mainzwieder in nähern schriftlichen Verkehr getreten, und hatte dem-selben für seine wohlwollenden Absichten gegen ihn „die vor-habende Erhebung und Würdung des heiligen römischen Reichs"betreffend, seinen Dank abgestattet; allein es scheint doch nicht,daß er seine Interessen mit besonderem Eifer verfochten, dennder Herzog Ernst von Baiern-München, der Burggraf Jo-hann von Nürnberg» nd der Markgraf Bernhard von Ba-den, welche er auf den neuen Wahltag abzuordnen verheißen,blieben aus, und blos der Bischof Johann von Würzburgerschien in seinem Namen. Dafür gebrauchte sein Bruder Si-giömund jenen zum Bevollmächtigte» und er empfing denAuftrag, ehe er nach Frankfurt reiste, bei dem Churfürstenvon Mainz Unterhandlungen zum Behuf eines Vergleichs zuversuchen. Durch wclchc Beweggründe Sigismund auf diesenEntschluß gekommen, geht nicht klar hervor; doch ließ ihmwahrscheinlich der bekannte Ehrgeiz des Prälaten bei gehöri-ger Behandlung und bei Gestaltung eines anständigen Rück-zugs einige Hoffnung. Vielleicht hatte er auch von vertrau-ten Räthen desselben Mittheilungen in diesem Geiste erhalten.Bei der Iweifelhaftigkeit der frühern Wahl konnte der Königdas übliche Lager vor Frankfurt nicht umgehen und es muß-te in einer letzten Probe sich entscheiden, ob die Mehrheit derChurfürsten nicht für ihn zu gewinnen wäre. Er begab sichdemnach auf die Reise nach Tcutschland, wohin die Mahnungenseiner Anhänger immer dringender ihn trieben.

Frankfurt wies die Ansinnen der Gesandten, wclchc fürSigismund und dessen Gemahlin Einlaß und die Auspflan-zung dcs Rcichswappens, so wie desjenigen von Ungarn amRömer begehrten, klugerweise zurück, unter anständigen Vor-wänden. Johann von Nassau aber brach zur rechten Stundevon Höchst auf und schickte seine Räthe nach der Stadt, um