E i l f r e ö Kapitel.
Fernere Verhältnisse Erzbischvf Johanns von Nas-sau z u S i g i 6 m n n d. Fortdauer der Wahloper a-tionen und e ndliche B e rsöhnuug mit de m neueuKönige ").
So wie es in der Kirche drei Päbstc gab, so sah man nun-mehr im Reiche drei Könige, jeden mit mehr oder min-der zahlreichem Anhang. Welche Verwirrung dadurch imLande herrschen und welche Unsicherheit in alle Verhältnisse komsmcn mußte, laßt sich leicht begreifen. In besonderer Verle-genheit befand sich die Wahlstadt Frankfurt, zumal des Lagerswegen, welches bei solchen Anlassen hart unter ihren Mauernaufgeschlagen zu werden pflegte. Die Behörde traf daher zuAnf-rechthaltnng der Ruhe im Innern die strengsten Uaasregcln u. ihrOrdinarius in geistlichen Dingen, der Erzbischofvvn Mainz, wirkteseinerseits kräftig hiczu mit. Edle und Städte erneuerten oderverstärkten ihre Bündnisse. Zum Glücke für Teurschland starbder König Jost von Mähren bald nach seiner zweifelhaftenPZahl, zu Brunn, am 8. Jänner läll. Eine seiner wenigenVerrichtungen war die Bestätigung der Freiheiten des ErzstiflsMainz, welche von ihm zu fordern, Johann von Nassau nichtgesäumt hatte. Seine Markgrasschaft Mähren siel, da erkinderlos geschieden, an den Vetter Wcnzeslaus, seine vicl-
') Bergt, die im früheren Kapitel angeführten Quellen.