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festes forderten die hochmächtigcn Magnaten von Ungarnauf, ihrem Könige die Sache im wahren Lichte darzustellenund ihn zu vermögen, daß er seine durchaus nichtige undübereilte Wahl fahren lasse, den Markgrafen als rechtmäßigenrömischen König anerkenne und seine Bemühungen mit jenender ihrigen für Wiederherstellung der Eintracht in Kirche undReich vereinige.
Welche Antwort der Ungarsche Reichstag den Churfürstenauf dieses Missivc ertheilt, geht aus den Akten nicht recht her-vor; wohl aber finden wir eine ausführliche und scharffinnigeWiderlegung der sämmtlichen Punkte seines Inhalts, wie esheißt, von der Hand des erfahrenen und schriftgcwandtcnUlrich Mcylcrs ausgearbeitet. Der Verfasser wirft darin demChurfürsten Johann Falschheit und Hinterlist und besondersden Umstand vor, daß er wider Recht und Billigkeit den Kö-nig Sigmund, als Churfürsten von Brandenburg, einzuladenversäumte: die Einladungsschreiben selbst, welche den Gesetzenzu Folge in Inhalt und Form unverändert und dieselben seynsollten, zeigten mannigfache Abänderungen in den verschiedenenExemplaren, sowohl was den angesetzten Termin, als die Artder Fassung in den Schlußsicllen des Briefes betreffe. Meh-rere wesentliche Stellen seyen sogar absichtlich ausgelassen.Durch ein solches Benehmen habe der Churfürst von Main»,nach strenger Bestimmung der goldenen Bulle, seine Wahl-stimme süx dicßmal sogar verwirkt. Die Churfürsten vonTrier und Pfalz hätten zwar diesen Umstand wohl bemerkt,jedoch geduldet, ohne übrigens ihren daraus hervorgehendenRechten zu entsagen. Als die Churfürsten in Frankfurt an-gekommen, seyen keineswegs sie die Veranlasset- gewesen, daßdie Heilig-Gcist-Mcsse in St. Bartholomä nicht gcsnngcn undder erforderliche Wahlcid abgelegt worden, wohl aber habe derErzbischof Johann, als Ordinarius des Ortes, vorsätzlich beideMaasrcgeln verhindert. Wider alles Recht habe man denBevollmächtigten des Königs Sigismund die Ausübung seines