Veni Lanote Lpiiitux! mit dcr Kollekte: Heus c^ui caiklgiiclelium, von dem hcilgcn Gcisic an und legten ans ein vor-gehaltenes Meßbuch, und zwar auf die Stelle, wo das Evan-gelium sieht; „ In xi'incipio eust Vei lmm , " den von dergoldenen Bulle vorgeschriebenen Wahl-Eid, in teutscherSprache ab, welches alles vor ihren umstehenden Räthen undvielen andern Leuten geschah. Sodann hießen sie diese einwenig bei Seite treten, untcrrcdeten sich eine Zeit laug miteinander besonders und riefen hernach ihre Räthe und Dienerwieder hinzu. In deren Gegenwart gab erstlich dcr Churfürstvon Trier, nach einer kleinen Weile dcr Churfürst von dcrPfalz, und endlich dcr Burggraf Friedlich, in Vollmacht dcrBrandcnbnrg'schcn Churstimme, dem Konig, Sigmund vonUngarn ihre Stimme zum römischen Köig.
Nachdem alle nöthigen Ceremonien bccndigt, wurde dieWahl des Königs von Ungarn öffentlich ausgerufen und dcrBurggraf um seine Vollmacht angefragt. Er verlas den zudiesem Zwecke ihm ausgestellten Brief Sigismnnds. DieChurfürsten ließen also die Wahl noch einmal dem Volke ver-kündigen und dasselbe zum Gehorsam gegen den neuen Mo-narchen auffordern. Zugleich auch wurde eine Rechtfertigungdes Geschehenen öffentlich mitgetheilt und an die Städte undübrigen Stände des Reiches eine ganze Reihe von üb-lichen Ausschreiben erlassen. Hierauf verließen die Chur-fürsten von Trier und Pfalz und dcr Burggraf von Nürn-berg die Stadt und trafen die nöthigen Anstalten, sowohlFrankfurt als die Reichsstädte in derWettcrau gegen möglicheGewalt zu schirmen.
Johann von Mainz und Friedrich von Köln blieben, denvorgenommenen Akt für eigenmächtig und null erklärend underwarteten die Ankunft dcr noch fehlenden Gesandten dcr aus-gebliebenen Wahlfürstcn. Sowohl Wcnzcslaus, als Jostund Rudolph schickten in dcr That gegen Ende des Septem-bers solche ab und jene des Markgrafen von Mähre» hatten
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