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Churfürsten eine neue, fruchtlose Unterredung auf dem Römer;erst dann, als ihre Herren selbst, mit Zuziehung nur wenigerRäthe, am 1v. September auf dem Stadthause sich bespra-chen, näherte man sich einander etwas mehr; Trier undPfalz drangen ans den Anfang der Wahlopcrationcn undschlugen die Absingung der Heilig-Geist-Messe vor, mir demBeisatz: „daß vielleicht dann der heilige Geist Wege geben dürfte,welche tauglich und räthlich wären, um den Sachen nachzuge-hen." Allein Johann und Friedrich wollten mit dieser Messenoch nichts zu schaffen haben, sondern trachteten, die Sache nochlänger hinauszuzcrrcn; und so schieden beide Parthcien ohne irgendein Ergebniß wieder in ihre Herbergen.
Müde dieses langen Harrens und Jogcrns, sendeten dieChurfürsten von Trier und Pfalz eine Anzahl ihrer Räthe,vorerst an Köln, sodann an Mainz, und endlich an den De-chanten, von St. Bartholomä eine Botschaft mit der Erklärung:morgen (21. September) in der Frühe würden sie die heiligeGeistmesse lesen lassen, und lüden hiczu ihre „in Gott ehrwürdigeBrüder" freundschaftlich ein. Beim Dechanten bestellten sieauch gleich unmittelbar das Hochamt. Der Erzbischof vonKöln setzte in Abrede, daß sie solches zu thun berechtigt wä-ren, olme Einwilligung des Erzbischof von Mainz, als des kano-nisch- und reichsgcsetzlich allein legitimen Ordinarius der StadtFrankfurt. Johann selbst schlug die Einwilligung, wie zu er-warten war, rund ab, und der Dechant wagte es nicht, seinenBefehlen zu Trotz, die heilige Handlung vornehmen zu lassen.Als die beiden Fürsten nichts dcstowcniger ans der Ausführungihres ungewöhnlichen Vorhabens bestanden und Sonntags inder Frühe die Messe in St. Bartholomä nochmals bestellthatten, fanden sie die Pforten der Stiftskirche verschlossen undaus vieles Nachfragen kam ihnen endlich die überraschendeKunde zu: der Churfürst von Mainz, als Erzbischof undOrdinarius von Frankfurt habe auf dieselbe das geistliche Jn-
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