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der Kränkung ihrer Rechtsamc und Gescheitheiten ihn beschul-digt hätten. Ruprecht forderte sie auf, die dahin bezüglichenThatsachen vor der Versammlung auseinander zu setzen, damitJedermann klar werde, welch großes Unrecht sie ihm zuge-fügt. Zuletzt forderte er die Marbachcr auf, zu sei-nem und des Reiches Nutzen und Ehren, ihren Bund wiederaufzugeben. Diese Forderung stellte er jedoch, dem gegebenenVersprechen gemäß, ganz in Güte, nicht als wolle er hierdas Recht zu Hülfe nehmen.
Gleichwohl gingen die Verbündeten auf nichts ein, viel-mehr theilten Johann und der Markgraf von Baden ihre ei-genen Beschwerden gegen den König mit; die klebrigen ent-hielten sich dessen aus Vorsicht oder Schonung. Ruprecht ant-wortete darauf in öffentlicher Versammlung und klagte nunförmlich wider den Erzbischof und dessen Freund. Ein Com-promiß ward endlich, da die Fürsten auf des Königs Zusagesich beriefen und gegen alle richterliche Verhandlung sich ver-wahrten, vorgeschlagen, und mehrere unparrhciischc Personensowohl aus dem Fürsten- als Grafeustande wurden zur Prü-fung der gegenseitigen Vorwürfe bezeichnet; der Spruch sollteauf einer andern Versammlung vor sich gehen. Aber auchdieser Vorschlag erhielt die Billigung der Marbachcr nicht, dades Königs überwiegendes Ansehen auf einer allgemeinen Ver-sammlung der Reichsständc ihnen zu gefährlich schien. Unver»richtetet Dinge ging auch dicscrRcichstag auseinander. Das gleichResultat hatten zwei andere Convcntc, welche hinter einanderzu Spcycr und Andcrnach gehalten worden.
Die Gemüther kamen durch diesen Zustand der Dinge insolche Gährung, daß ein wcttcrau'scher Ritter, Ulrich von Berg-heim, die Frechheit hatte, dem Könige, der ein Raubschlvßihm zerstört, einen Fehdebricf zuzuschicken. Bald darauf thatJohann von Nassau dasselbe und rüstete. Seine Anhängerfolgten dem Beispiel. Ruprecht, in äußerster Verlegenheit,suchte die schwäbischen Städte, bei denen er minder feindselige