Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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same Znsatz: „in sofern cr keinen der Verbündeten an Rech-ten und Freiheiten kränken würde," benahm der Vorbehalts-klansel jeden Werth. Johann nnd seine Frenndc von Badenund Würtcmberg hatten die Kühnheit, den König von demGeschehenen selbst in Kenntniß zn setzen und ihn zn bitten,daß er den Bund und den Inhalt des Vertrags sich gefallenlassen möge, da derselbe nichts der Majestät oder dem ReicheNachtheiligcs enthielten, es sey denn, daß diese etwas den Frei-heiten und Rechtsamcn der Alliirtcn Widerwärtiges sich un-terwänden.

Ruprecht wurde.durch die Nachricht von dem Ercignißzn Marbach auf's äußerste betroffen; cr durchschaute des Erz-bischofs Gesinnung so wie dessen und seiner Freunde tieferenPlan. Der Bund war zunächst gegen ihn selbst gerichtet, nnddie Besorgnisse mußten um so begründeter sich einstellen, alsdie Theilnchmcr meist Nachbarn des Königs in seinem Stamm-landc waren nnd ihre Herrschaften dasselbe von allen Seitennmschloßen. Au dieser einen Gefahr kam auch noch die an-dere, uemlich die Möglichkeit einer Aussöhnung und Verbin-dung mit Wenzcslans. So moralisch-unmöglich dieselbe nachallem Vorhergegangenen schien, so ließ sich bei der Würdclo-sigkeit damaliger Politik gleichwohl alles denken, und Wenzelgehörte nicht zu denjenigen, welche über das Wie? und War-um? des Besitzes große Skrupel sich machten, wenn derselbennr blieb oder zn Theil ward.

Diese Besorgnisse und Betrachtungen vermochten den Kö-nig zum Entschluß, alles anzuwenden, daß die Union vonMarbach wieder aufgelöst würde. Er machte alte und neueReichsgesetzc geltend, welche die Stiftung solcher Bünde ohneWissen und Willen des Oberhauptes der Nation als nngesctz,lieh und unzulässig bezeichnetem Ein Reichstag ward aufden21. Oktober nach Mainz ausgeschrieben und an sämmtlicheMarbachcr Genossen erging der besondere Auftrag, auf dem-selben personlich zn erscheinen. Allein es fehlte viel, daß sie gehorcht

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