Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
34
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an? Kollcgiatsiiftc zu Pfcdcrshcim. Schon damals offenbartecr, der von Körpcrgestalt sehr klein ?var, große Kraft desVerstandes und außer ritterlichem Geiste und reicher Gelehr-samkeit, einen kühnen, unternehmenden Sinn, eine fein be-rechnende Schlauheit, einen unermüdlichen Hang zur Intrigue,und ein seltenes Studium der menschlichen Leidenschaften und Ei-telkeiten. Er ging von den? Grundsatze aus, der in seinerLebcnsgcschichte sich denn auch mehr als bewahrheitet hat, daß, wernur die Menschen in ihre??? Kern und in ihrem Ganzen kenne,auch ihre einzelnen Handlungen bald heraushabe und zuleitenim Staude setz. Die Winden, welche ihm bereits zu Theilgeworden, betrachtete cr blos als die ersten Stufen zu fernererGroße. Als Konrad von Wcinsbcrg, seines ältern BrudersAdolf Nachfolger zu Mainz, mit Tod abging, bewarb cr sichohne Säumen um den erledigten Stuhl. Da trat der GrafGötz von Lciuingcn seinen Absichten hinderlich entgegen, un-terstützt von der anti-nassni'schcn Parthci in? Domkapitel,welche des Gedankens crschrack, auch einen Dritten aus dem ge-waltsamen Geschlecht über sich als Herrn zu sehen und derSinncsweise Johanns wohl jetzt schon mehr als kundig. Umden Churfürsten Ruprecht von der Pfalz, und dessen Sohn undEnkel, Ruprecht den Jüngern und Ruprecht Pipan oder denJüngste??, in sein Interesse zu ziehen, schloß cr mit ihm zuOppenheim einen Vertrag, in welchem cr sich zu allerlei Lei-stungen „zu Ehren und Würdigkeiten, darnach sie stelle?? wol-len, wie sie sein? mögen, geistlich oder weltlich, mit aller sei-ner Macht" verpflichtete, auf den Fall, daß sie zu eine??? ho-hen Kirchenamte ihn? vcrhülflich seyn würden. Nur dann solltedie Verpflichtung ungültig seyn, wenn „die Pfalzgrafcn nachsolchen Würdigkeiten wider Gott und Recht stellen wolltenoder wenn cr solches von Ehren - und von Rechtswegen nichtthun konnte."

Die Aussichten standen jedoch für Johann, im Ganze??genommen, schlecht und die Widerpart hatte fast das ganze