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Trotz dieser Trcuc und Entschlossenheit der Bürger jedochsah der Landgraf seine Lage immer kritischer und seine Kraftin nutzlosen Fehden verschwendet; noch größere Drangsalekonnten dem ausgcsogcncn und mißhandelten Lande drohen;darum entschied er sich zuletzt für friedlichen Austrag mitAdolf, auch unter harten Bedingungen. Er suchte bei dem-selben um die Bclehnung mit dem Erbmarschallamtc des Erz-siistcs Mainz nach, welches einst seine Vorfahren, die Land-grafen in Thüringen, bekleidet hatten. Es wird behauptet, daßer zu Fritzlar persönlich vor Adolf erschienen und die Steig-bügel seines Pferdes ihm gehalten habe; doch versuchte derPatriotismus hessischer Geschichtschreiber, die schaamcrrcgcndeScene zu einer unverschämten Erdichtung zu stempeln. Außerdiesem Bclchnungsakte, zu welchem Hermann sich bequemte,sah er sich auch in dem Falle, Grcvenstcin, Jmmcnhanscn undWolfsdors an den Erzbischof verpfänden zu müssen. Adolfsbald darauf erfolgtcr Hiuschcid und des Nachfolgers mildereGesinnung befreiten den Ermüdeten und nach Ruhe sich Seh-nenden endlich von aller fernerer Bcsorgniß.
Der streitbare Prälat suchte, nachdem sein Schwert mehrals einem Nachbar blutige Wunden geschlagen, allmählig durchnützlicher^ Thaten Ruhm zu gewinnen. Er versöhnte Rothcn-burg an der Tauber, Windshcim und andere Städte, welchedurch den Bischof von Würzburg sehr gedrängt wurde, mitdiesem ihrem Widersacher. Mainz, Worms, Spcyer, Frank-furt und viele andere Städte der Wettcrau, am Rhein undim Elsaß/ durch den schwäbischen Bund in ungleichen Kampfmit Pfalzgraf Ruprecht getrieben, suchten nach erlittener, em-pfindlicher Niederlage einen Vermittler; als solcher bot sichAdolf ihnen an und vertrug ihren Span unter anständigenBedingungen auf einem Tage zu Aschaffenburg.
Nach diesem errichtete er zu Höchst am Main einen Zoll,ward aber durch K. Wenzeslav's Klagen und Vorstellungen