später wieder davon abgebracht ^). Die Juden zu Erfurt undMühlhauscn schützte und begünstigte er durch ein Privilegium.Verschiedene wohlthätige Austalren im Gebiete seines Stiftsverdankten sich dieser letzten Periode; bei weitem die edelstejedoch und der Hauptruhm seines Lebens war die Gründungder Universität Erfurt.
Mit Unrecht hat mau dieselbe einem spätern Erzbischof,wiewohl ebenfalls einem Nassau und Bruder Adolfs, ncmlichJohann II., zugeschrieben; die Urkunden sprechen deutlichfür den Erstem; es war auch schlecht berechnender Neid, waszu der Behauptung Anlaß gegeben, die Universität Erfurt seyanfänglich blos eine Filiale oder zeitliche Ersctzcrin jener vonWürzburg, während eines Zwistes der Studircnden mit denBürgern, gewesen, indem jene, voll Empfindlichkeit, diese Stadtverlassen und nach obiger sich begeben hätten. Die neue An-stalt war schon vier Jahre in's Leben getreten, versehen mitder Sanktion des Papstes Klcmcns, zu welchem damals nochder Erzbischof gehalten. Nachdem er aber die Parthci Ur-bans ergriffen, that die Bestätigung auch Dieses Noth; denvereinigten Bitten der Stadt und Adolfs wurde unschwer will-fahrt. Der Prälat that an seiner Schöpfung viel Guteswährend seiner noch übrigen Lebzcit. Geschmückt mit diesemreinern Lorbeer stieg er in die Grube. Kaum war er von Er-furt nach Hciligcnstadt zurückgekommen, wo er meist sich auf-zuhalten pflegte, als er von einer heftigen Krankheit überfal-len und, am 6. Februar 1390, ihr Opfer wurde. Die Gat-tung der Krankheit geht nicht recht klar hervor; doch erzähltman, alle Angehörigen, selbst die nächsten Blutsverwandte,seyen von ihm geflohen, so furchtbar und cckclhaft sey ihreGestalt gewesen.
») Noch in Urkunden, nach Adolfs Tod erlassen, spielte der Kö-nig darauf an.
»») Die Stistungs-Urkunde steht bei Loll. Ngi. ew.