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2 (1832)
Entstehung
Seite
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ncn. Glücklicher war er vor Nicdenstcin, Falkenstein undVolkcrsdorf an der Edder; diese Burgen fielen sämmtlich inseine Gewalt. Und jetzt erst hörte er auf Anträge zu einemWaffenstillstand; gegenseitig gab man sich Geiseln und Bür-gen ; die Fürsten Adolf und Otto, welche gemeinschaftlich han-delten, vier Ritter; der Landgraf dadurch, daß er jenem diedrei eroberten Städte Rottcnburg, Weisungen und Nicden-srein ließ ").

Die Zwischenzeit von dieser Waffenruhe bis zur Wieder-aufnahme der Feindseligkeiten und den Unterhandlungen füreinen Endfricdcn bcnützte Adolf zu Regelung mancher, durchdie Icitlage im Allgemeinen und seinen Kampf insbesonderewirre gewordenen Kirchcnvcrhältnisse. Speyer, das Bisthum,welches er seither zu administrircn nicht aufgehört hatte, trater nun völlig an den Coadjutor Nikolaus ab und behielt sichblos den Antheil eines Provisors und einige Besten auf Lebens-dauer vor; auch wurde ausgemacht, daß die Pfaffhcit vonSpeyer ihm durchaus Treue und Ehrfurcht bewahren und nie-mals wider sein und seines Erzstiftcs Interesse etwas unter-nehmen sollte. Mit Speyer der Stadt selbst, so wie mitWorms und Mainz, trat er in ein enges Bündniß

Schon früher war Adolfen die Kardinalswürde angebotenworden; er hatte jedoch aus mancherlei, politischen sowohl alspersönlichen Gründen sie ausschlagcn zu müssen geglaubt. SeinSinn stand mehr nach Begründung bereits besessener einhei-mischer Macht, als nach Erlangung fremden trügerischen Flim-mers, zumal bei damaliger Ungewißheit des Bestandes in denKirchcnvcrhältnisscn

-) September 1587.

'") Juni und Juli 1588. In späterer Zeit noch vernichtete, wiewir aus Leh mann's Speyercr Chronik entnehmen, K.Wen-zel, in etwas leidenschaftlichen Ausdrücken gegen das Anden-ken Adolfs, unbeliebige Anordnungen desselben.

»«I Das; Panvinius in seiner Geschichte der Kardinäle Ludwigv. Meissen nennt, ist blos eine Verwechslung.