Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
24
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widerstand; Jmmcnhausen dagegen ward unter großem Blut-vergießen genommen und in Asche gelegt. Solche Verwü-stung drohcte auch noch andern Städten und Orten derLand-grafschast, also zwar, daß das Gemüth ihres Fürsten mit Er-barmen erfüllt und ein Vcrglcichantrag des Erzbischofs Fried-rich, für sich und im Namen allerü brigcn Strcitgenvsscn, freu-dig angenommen ward. Der Landgraf verhieß in derbcschwor-nen Sühne Vergessenheit alles Geschehenen, dem ErzbischofAdolf eine Summe von 20,000 Gl. und die Pfandschaft derStädte Wolfhagcn, Jmmcnhausen und Grabcnstcin, die Rück-gabe der Burg Haldcssen und der angeredeten Dörfer amRhcinhartswald zu Handen des Stiftes Mainz, Achtung denScndgcrichtcn und Sicherheit für die Einkünfte und Rechtedes Klerus zu Fritzlar, so wie für Person und Eigenthumsämmtlicher Unterthanen des Churfürstcnthumes^).

Adolf suchtet) die Interessen seines Freundes von Thü-ringen, welcher in jener Sühne nicht mitbcgriffcn war, durchbesondere Vergleiche zu wahren und wurde hierin auch vonandern Fürsten unterstützt; allein Balthasar weigerte sich, denErbvercin wieder in Kraft treten zu lassen und noch mehr,die eingenommenen Gebiete zurückzustellen; anderseits wollteauch Landgraf Hermann sich durchaus nicht zu einer allge-meinen Amnestie für jene Kasseler verstehen, welche währenddes Kampfes die Parthei feiner Widersacher ergriffen hattenSühne und Vermittlung waren daher umsonst versucht wor-den, und Adolf zögerte keinen Augenblick, die in Hessen ihmverpfändeten Städte zu besetzen, da die stipulirte Geldsummenicht zugekommen war. Gleich darauf kam man auch von Seiteder drei verbündeten Fürsten (Mainz, Thüringen und Braun-fchweig) für einen neuen Feldzng gegen Hessen übcrcin. Ver-schiedene neue Verabredungen wurden getroffen und Gebiets-

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