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Nürnberg, Geistcnsgcgcnwart und Klugheit, fast alle hessischenStädte (mit Hcrsfcld und Wctzlar) und einige getreue Ritterdie althessische Tapferkeit und Vaterlandsliebe entgegen"'-').
Der Erzbischof und seine Verbündeten hatten den Plangefaßt, die Hauptstadt Hessens von drei Seiten her anzugrei-fen, ncmlich von der Wcrra, von der Lahn und der Dicmcl.Der Landgraf stand mit einer Abtheilung mißvergnügter Bür-ger in Unterhandlung und glaubte, mit Hülse derselben leichteinen kühnen Streich ausführen zu können, welcher Kassel ihmohne schwere Opfer überliefern würde. Nachdem er deßhalbdie Wcrra übersetzt, und Eschwcge, Sontra und Boyneburggewonnen, vereinigte er sich unter dem Weinberge von Kasselmit Adolf, dem Erzbischos von Köln, und dem Herzoge vonBraunschwcig. Sie trafen sofort ohne Säumen alle Anstaltenzur Belagerung und das Genie des Nassauers half der unge-stümen Tapferkeit Balthasars rüstig ans; allein »och warendie Kenntnisse des Zeitalters in der Kunst, Städte zu bela-gern, sehr gering und die hcldenmüthige Treue der Bürgerwußte den furchtbarsten Anstrengungen der Feinde siegreich zutrotzen, besonders nachdem die Verräthcr entdeckt und ihre Um-triebe vereitelt worden waren. Vergebens beschoß man dieStadt mit zweihundert zentnerschweren Büchsensieincn und mitfast fünfhundert Feucrpfeilen ; mehrere heftige Ausfälle der Be-lagerten trieben das verbündete Heer bis Iwehrcn zurück, nichtohne schwere Einbuße an Volk und Beute; die Sieger ver-ewigten das Ercigniß durch rvthsteincrne Denkmale, welchenoch lange nachmals gesehen worden sind.
Während der Landgraf Balthasar seine fernere Theilnahmean dem Kampfe auf Behauptung des an der Werra Gewon-nenen beschränkte, rückten Adolf von Mainz und Friedrich vonKöln der Dicmcl zu und legten sich vor die Burg Haldcssen,so wie vor die Städte Grabcnstein undJmmcnhauscn. Erstere
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