Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
22
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erklärte sich endlich, durch Adolfs Gold gewonnen, für unpar-thcisam. Offen aber gegen den Landgrafen und in förmlichenBund mit dem Nassauer traten auf, der Erzbischof von Köln,die Bischöfe von Osnabrück und Münster, der Graf von derMark, der Abt von Hclmarshause». Spater traten diesemBunde auch noch bei: der Abt von Fulda, Friedrich von Rom-rood, durch Noch gedrängt, und der Abt von Hcrsfcld, Bcr-thold von Völkershauscn, durch Eifersucht getrieben. Erstererverpfändete an Adolf Bingcnhcim in der Wettcrau; Letztereröffnete ihm alle seine Schlösser.

Bei weitem die schwerste Kränkung jedoch fügte der Erz-bischof seinem Widersacher dadurch zu, daß er selbst eine großeZahl hessischer Edler ihm abwendig machte und mit in dieLiga zog. So ersah man in ihr die Spiegel, die Buchcnau,Schlitz, Eiscnbach, Baumbach, Bcymclburg, Padbcrg undMalsburg. Diese sämmtlich trieb Begierde der Rache übererlittene Kränkung, oder reizte die Aussicht auf glänzendeBeute. „Im Hintergrund bemerkt Rommcl — und inErwartung des ersten Ausgangs dieser Fehde, standen derGraf Johann I. von Nassau-Dillcnburg, eifersüchtig auf diehessische Lehenshcrrlichkcit von Dricdvrf und von der Hcrborncr-Mark, Graf Otto von Solms-Braunfels, der so eben seinenVetter Johann aus Braunfels und hierauf aus der von Hes-sen lchmbarcu Burg Solms vertrieben und diese Burg, imBunde mit den wctterauischcn Städten, zerstört hatte; dieGrafen von Sayn-Wittgcnsiein und die Herren von Wcstcr-burg, Runkcl und Wildenbcrg, alle abhangig vom ErzfliftMainz; Graf Gottfried VII. von Ziegcuhain, der Sohn desStcruerhauptmanns, vermahlt mit Agnes von Braunschwcig;die Grafen von Thüringen, Vasallen Balthasars, auf Glei-chen, Weichlingen, Mansfeld, Schwarzburg, Quccrfurt undHohcnstcin. Allen diesen Feinden setzte Landgraf Hermannseinen frommen Muth, seine herzhafte Gemahlin, Margarcthavon Hohenzollcrn, die Tochter Friedrichs, Burggrafen von