Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
15
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erreichen, welchen er damit sich vorgesteckt, die Städte undihren Bund, zwar nicht zu trennen, aber in den großemBund mit hinüber zu ziehen und einerseits des allzugroßcnAnschwcllens ihrer Macht sich zu erwehren, anderseits dieselbeals Opposition gegen die Fürsten zu verwenden; auch trugeneinzelne Abfalle von Fürsten und Edlen und einseitige Ver-bindungen derselben mit den Städten viel zur Vereitlung jenesZweckes bei. Eine neue Einigung ward daher zwischen Für-sten, Grafen, Herren, Edlen und Städten um Pfingsten 1Z84zu Heidelberg, wohin der Kaiser, gefolgt von mehreren Chur-fürsten, auf einer Reise durch Teutschland sich begeben hatte,geschlossen, und von Adolf mit unterzeichnet. Auch zu Ko-blenz treffen wir den Erzbischof nebst andern Ständen demKaiser rathend zur Seite, als über die Heidelberger Einigungeine auteutische Interpretation nothig geworden war.

Zu thätiger Theilnahme an Maaßregeln des Vollzugsdieser Friedensschlüsse wurde der Erzbischof mehr als einmalvon Verbündeten aufgefordert, namentlich aber und zwar imI. 1Z8Z noch, von dem Pfalzgrafen Ruprecht gegen die Un-ternehmungen Nicolaus von Hunoldsstcin, welcher den GrafenHans von Sponhcim feindlich überzogen. Nach diesem ord-nete er nach verschiedenen Punkten hin seine Lchcnsvcrhält-nisse und schloß mit Landgraf Balthasar von Thüringen einneues Freundschaftsbündniß. Das von Erzbischof LudwigsZeiten her dem Stifte Mainz noch immer vorenthaltene Salzawar bereits früher, auf des Kaisers Mahnung, zurückgestelltworden. Der Hauptgcgenstand von Adolfs Sorgen war je-doch Hessen, mit welchem er in unversöhnlicher Feindschaftlebte; gegen dieses waren fast alle Bündnisse, Werbungen undRüstungen gerichtet. Die Nassauer hatten den alten Haß,welcher von Zeit zu Zeit zwischen ihrem Haus und jenem vonHessen sich entzündet, auch nach Mainz mit hinüber gebracht,und von Zeit zu Zeit lagen sowohl sie, als ihre Vettern derübrigen Linie in Fehde mit der Landgrafschaft. Der Adel