Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
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Grafen Wilhelm und Eberhard von Katzencllcnbogen u. s. w.zu Wiesbaden, unter Oberhauptmannschaft Graf Wilhelms vonWicd, gegründet wurde. Seine feindseligste Berührung warmit dem benachbarten Hessen, mit Frankfurt u. s. w.; auchgab er dem Kaiser viel zu schaffen. Der Bund nahm binnenkurzer Frist zu und gewann in den Niederlanden, am Rhein,im Elsaß, im Brcisgau und in Schwaben zahlreiche Anhän-ger. Neben ihm blühetcn jedoch auch, mehr oder minder furcht-bar, die Gesellschaft der„Sternträgcr" und der „alten Minne"in Hessen, die Gesellschaft der „Gehörnten" in der Wettcrau,die „der Falken" imPadcrborn'schcn und inWcstphalen, ebensodie von „St. Wilhelm- undSt. Gcorgcn-Schild" in SchwabenK. Wcnzcslav's schlaffe und machtlose Regierung war siNiedere und Vornehme die Blüthczcit solcher Vereine mittenim Reichsvcrein. Noch des folgenden Jahres jedoch umschlangder große Bund in Schwaben viele andere der Fürsten, Ritterund Städte, und erhob sich, eine drohende Gegenmacht, denChurfürsten gegenüber, nicht nur ohne Hemmung von Seitedes Kaisers, sondern selbst mit geheimer Zustimmung desselben.

Endlich kam auf dem Reichstage zu Nürnberg der lang-ersehnte „allgemeine Landfrieden '"I zu Stande; ersollte einerseits der Räuberei und Verwüstung, der Anarchieund Rcchtslosigkcit, anderseits aber dem Umgreifen des repu-blikanischen Geistes von Seite der Städte wehren. DerErzbischof von Mainz, in Durchschanung und Verbindungpolitischer Ideen weiter als die meisten seiner Mitfürstcn, hattegroßen Theil an der Abfassung jenes Friedens; nach Beendi-gung des Reichstages zu Nürnberg nahm er aus einem beson-dern Fürstcntage zu Würzburg auch noch den Pfalzgrafcn Ru-precht den Jüngern in den Landfrieden auf.

Der Nürnberger Friede ließ Wcnccslaus den Zweck nicht

*) tt. März 1Z8Z.