Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
16
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dieser letztcrn war zwischen ihren angcborncn Herren und denErzbischdfen getheilt und besonders spielten die Ritter vonDalwid, alte Burgmannen der Herrschaft Jttcr, welchen dasErzsiift die Stammburg der erloschenen Grafen von Schaum-bnrg an, Habichtswaldc verpfändet hatte, und welche dadurchBurggrafen und Erbamtlcute Maynz's geworden waren, eineHauptrolle in diesen Geschichten; eben so auch die Falken-bcrge, die Stockheimer, die Flcckcnbühlcr und andere; vor al-len aber die von Voyncburg, lange Zeit rüstige Kämpfer fürdas Erzstift, um diejenige, von der die Rede, wiederum denLandgrafen mehr sich annähernd.

Es ist für den Leser eben so beschwerlich, als für denGeschichtsschrcibcr ermüdend, ja unmöglich, in alle diese Feh-den und Kämpfe, welche währenddes vierzehnten Jahrhundertsnamentlich durch Adolf und die übrigen Nassauer mit Hessengeführt, je bei den verschiedenen Linien sich zurückzudenken undcinzustudircn, auf eine Weise, daß eine Gcsammtübcrsicht ge-wonnen und Wiederholung vermieden werde; darum stellenwir hier gleich im Zusammenhange und ohne Unterbrechungdiese Ereignisse und den Autheil der Einzelnen dar, mit destomehr Recht, als in der Biographie Adolfs zu Mainz,bei weitem der Hauptperson, die passendste Gelegenheit hiczusich giebt.

Landgraf Heinrich II., der Eiserne, hatte, nachdem erden gelehrten Hermann als Mitrcgentcn anerkannt und dieNachfolge in ganz Hessen ihn: gesichert, mit Erzbischof Gcr-lach von Mainz und dessen Sippen von Nassau-Weilburg sichverbunden; Graf Johann, welcher auch Wiesbaden und Jd-stein ererbt und Herr zu Mccrcnbcrg war, seine Tochter Jo-hanna I. Hermann zum Weibe gegeben. Beide Theile ver-bürgten, für sich und ihre Verwandten, einander gegenseitigFreundschaft und Unterstützung.

Allein diese Zusagen äusserten nicht für lange Zeit ver-bindende Kraft. Die Unfruchtbarkeit der jungen Landgräfin