Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
13
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mit kriegerischem Muthe viele geistige Bildung und mit Ener-gie und Beharrlichkeit des Willens in noch jungen JahrenMilde der Gesinnung und Humanität des Charakters zu ver-einigen wußte.

Adolf sorgte sofort für sein verlassenes Bisthum Spcyerund setzte über dasselbe Graf Ulrich von Hohcnlohe zum ober-sten Statthalter ein. Von einer Reise zurückgekehrt, die ernach Hessen unternommen, verlieh er Erfurt wichtige Gcfrcit-hcitcn. Auch das Lovs der Juden in seiner Diözese verbes-serte er, mit menschlichem sowohl als klugem Sinne. Bedürf-nisse, für welche der gewöhnliche Schatzcrtrag und die regel-mäßigen Einkünfte nicht zureichten, bestrick er mit Prokura-tionen, die er dem üppigen Reichthum seiner Geistlichkeit ab-nöthigtc. Mit den Dominikanern zu Marburg, welche unbe-fugt in die Anordnungen über Kirchcnfcicr sich gemischt, bekamer vielfache Verdrießlichkeit; der Erzbischof machte sein An-sehen mit Kraft geltend. Er half dem Domkapitel Spcpcraus bittern Verlegenheiten durch Bürgschaft und Schutz; ebenso nahm er sich' der Fuldacr wider die Stcrngescllschaft ritter-lich an. Ueber diesen Ereignissen, im Ganzen von unterge-ordneter Bedeutung, war das Jahr 1582 vorübergegangen.

Wichtiger waren die Verhältnisse zum Kaiser uud dieTheilnahme am berühmten Nürnberger Frieden im I. 1385.Schon im I. 1581, als Adolf noch vom Pabstc Urban dasPallium verweigert worden, er aber vom Kaiser das Verspre-chen nachdrücklicher Unterstützung hicfür erhalten hatte, warder Beitritt des Erzbischofs zu den damaligen Unionen er-folgt. Diese Unionen, von andern Geschichtschreibern hinläng-lich geschildert, waren gegen der Städte und des Bürgcrthumszunehmende Macht und Kühnheit gerichtet. Man unterschiedBündnisse des hohen und niedern Adels. Zu besonderemRuhme erhob sich der „grimme Löwcnbund", welcherseinen Ursprung in der Wcttcrau erhielt und welcher nament-lich von den Nassau'schcn Grafen Johann und Walram, den