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den Burggrafen Friedrich von Nürnberg und den GrafenHans von Wcrthcim zur Fehde wider Adolf verleitete. MitFeuer und Schwert rückten die Verbündeten in das Gebietdes Erzsiiftes und die Chroniken können die Gräucl nicht ge-nugsam beschreiben, welche von ihren zügellosen Kriegsendenan wehrlosen Städten, Dörfern, Klöstern und an den Perso-nen der Unterthanen insbesondere verübt wurden. Der Erz-bischof wiedcrvcrgalt, auf tüchtige Bundesgenossen gestützt undhinreichend ausgerüstet, mit Nachdruck solche Unbilden, unddie Ufer des Rheins, des Mains, des Neckars und der Tau-ber wiesen noch lange die Spuren seiner Rache, denn er hatteden Kampf in der Gegner eigenes Gebiet hinüber getragen.Den König Wcnzcslaus erfüllte die Kunde von diesen Dingenmit schwerer Sorge, da er ohnehin mit Anstrengungen man-nigfacher Art für Beschwichtigung der allenthalben im Reicheangefachten Leidenschaften zu ringen hatte. Er ging deßhalbden Erzbischof Kuno von Trier und einige andere Fürsten undStädte, darunter Mainz, Worms und Spcycr, an, daß siedie neue Fehde vermitteln möchten. Wirklich gelang es ih-nen, die Parthcicn dahin zu stimmen, daß sie des KönigsSchicdspruch sich zu fügen verhießen. Beide übergaben anWenzcslaus zu mehrerer Kräftigung ihres Wortes und desabgeschlossenen Vergleichs sogenannte Gcisclschlösscr; doch warddie Bedingung beigefügt, daß, im Fall der König vor gänzli-chem Austrag obschwebcndcr Streitsache sterben sollte, Schlös-ser und Gefangene in denselben Stand zurückubcrlicfcrt wer-den würden, in welchem sie sich bei gegenwärtigem Vergleichevorgefunden.
Unmittelbar nach dieser, am Feste Mariä Geburt zuMainz besiegelten Urkunde, ging der Prälat ein enges Bünd-niß mit letztgenannter Stadt ein und hielt an Ostern desfolgenden Jahres (1581) seinen feierlichen Einzug in die-selbe. Die Bürger empfingen ihn auf eine Weise, daß sie dieinnere Hochachtung gegen einen Fürsten kund gaben, welcher