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2 (1832)
Entstehung
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darzustellen. Der Tod seines Oheims Gerlach hatte ihm gün-stige Aussichten eröffnet; allein obgleich die nassan'schc Pärtheiim Domkapitel Mainz, geleitet von dem Dechanten, Bayervon Boppart, sich alle Mühe gab, den Bischof Adolf durch-zusetzen, so drang sie doch nicht durch, sondern, indem siedie allzu große Jugend des Kandidaten (kaum mochte er da-mals achtzehn Jahre zahlen), wie auch seine zu Spcycr be-wiesene Heftigkeit des Charakters, vorschützte, und nicht min-der von dem zudringlichen und gewaltsamen Wesen der Nassauervieles hin und her redete, wußte sie die Postnlation Kuno'sv.Falkcnstcin,der bereits zwei Erzbisthümcr verwaltet hatte, durch-zutreiben. Allein zum Theil trug Kuno selbst, der in Trierruhig und geachtet saß, keine rechte Lust, sich in das Chaosder mainzischcn Angelegenheiten wieder zu stürzen; zum Theilauch war die Wahl an und für sich etwas getheilt, so daßdie Parthcicn unter sich nicht recht einig werden konnten, dasErzstift aber durch den Zwischcnzustand beträchtlich Schaden litt.

In diesen Streit mischte sich schlau der Kaiser, Karl IV.,welcher auch hier für seines Hauses Vortheil zu arbeiten Ge-legenheit fand. Seinen Einflüsterungen war es zuzuschreiben,daß der Papst Gregor XI. beide Gewählte, den der Mehrzahlwie den der Minderheit, überging und aus eigener Machtvollkom-menheit, allen Grundsätzen teutschen Kirchcnrcchts und dem Geisteabgeschlossener Konkordate zuwider, über das erledigte Erz-stift den Prinzen Johann von Luxemburg, Bischof zu Stras-burg, setzte»

Der Bischof Johann war ein Mann von angenehmemAensserii/ aber verstand - und geistlos. Das Publikum bezeich-nete diesen Umstand durch den bittern Junamcn des „Scha-fes" oder „Hammels." Er hatte für Bcrufsgcschäfte durch-aus keinen Sinn, und die Chroniken drücken es deutlich ans,daß blos der gefüllte Magen einige Begeisterung ihm verlieh.Mit dem Haupte zugleich ward die ganze Luxemburgische Pär-thei in Mainz, welche seines Namens sich bediente, verhaßt.