Bischof den Eid und empfing hinwiederum von seiner Seitedie Bestätigung der alten Gcfreithciten; die Kosten des Zugswurden vorbehalten, später jedoch aus den eingezogenen Gü-tern eines der Urheber des Ansstandcs und bedeutenden Par-theihauptes, Heinrich von Köln, herausgeschlagen (1376).
Dieser Erzählung, welche auf Brusch's Angaben sichfußt, wird jedoch, sowohl was das Jahr, als die Motiveund die einzelnen Ereignisse betrifft, von Andern widersprochenund als ersteres 1372 bezeichnet, als die Veranlassung derentstandenen Irrungen aber der Zoll zu Udcnhcim und die Weige-rung, Bischof Lamberts Privilegien darüber zu erneuern, an-gegeben. Der geschlossene erste Vergleich hat in den Urkundenwirklich das Jahr 1372 als Datum. Der Bischof brachteauch eine Zeit lang darauf eine Versöhnung zwischen Edlenaus Psorzhcim und den Speyerern, welche hart sich in denHaaren lagen, zuwege. Allein im Jahr 1376 entfachte sichzwischen der Stadt und dem Bischof selbst ein Zwist, wel-cher endlich in bittern Kampf überging und die oben beschrie-benen Resultate zur Folge hatte. Die Hauptvcranlassung gabHeinrich von Landau, ans welchem man vermuthlich nachmalsjenen Heinrich von Köln zu zimmern beliebte. Dieser Ritter,zn vielfachen schnöden Thaten und Vcrräthcrcicn widerseine Vaterstadt geneigt, erschien längere Zeit wie ein böserGeist zwischen den beiden Parthcicn, und den Bürgern untersich insbesondere. Durch das vom Henker dreimal überihn geschwungene Schwert zwar beschimpft, als er bei einemunglücklichen Ucbcrfall in die Hände der Stadt gerathen,entging er dennoch dem Aeußersten durch die Kühnheit seinesWesens und beredte Fürsprachen. Er arbeitete in des Bi-schofs Interessen; den Bürgern kostete er theure Zeit, vieleLandtage und große Geldsummen.
Als Bischof von Spcycr in den meisten Unternehmungenglücklich, fühlte Adolph das Bedürfniß nach höherem Ziel, undMainz schien vor allen andern als solches seinem Ehrgeize sich
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