Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Adolf war im Jahre 1ZS? geboren. Die Jahrbücher erzäh-len von seiner Jugend nichts; dem Knabenalter kaum entwach-sen, erscheint er als Bischof zu Speycr, nachdem sein Vorgängeroder Mitbewerber Lambert der Jnful sich einschlagen und Slras-burg zu seinem Aufenthalte gewählt hatte. Er übernahm die be-schwerliche Würde in einer gefahrvollen Zeit; so eben erst war einwilder Aufruhr der jederzeit unruhigen Spcycrcr, mühsam genug,gestillt worden. In der That verweigerte ihm die Bürgerschaft,der Pfaffhcit nngcmcin abhold, gleich beim ersten Eintritt indie Stadt, den herkömmlichen Hnldigungscid. Umsonst ver-suchte Adolf den Weg der Milde und gütlicher Unterhandlung:beharrlich verschmähte man sein Ansehen. Jetzt sann er aufgewaltsame Unterwerfung der Widcrsträubenden. Bei den Erz-bischoffen von Trier und Köln, auch bei andern Herren seinerFreundschaft, wurde um Beistand geworben. An der Spitzeeines kleinen Heeres zog der junge Prälat gegen die Stadt undlagerte sich auf der Straße, dicvonWorms herführt, vor der so-genannten Vorstadt, oder Alt-Spcycr. Die Bürger aber rüste-ten sich zur Gegenwehr und sandten ihm, zum Beweise, wiesie seine Jugend verachteten, allerlei trntzigc Spottrcden zu,bezeigten auch auf keinerlei Weise Furcht vor seinen Drohungen.Allein „Bischof Adolf war ein hochverständigcr, vernünftigerund weiser Herr; darum ließ er sich solche Reden nicht anfech-ten, noch bewegen, viel weniger erschrecken, dann er von Na-tur ei» ehrlich, redlich, unerschrocken und mannlich Gemüthund Herz hatte, insonderheit, wann er sich wußte gcgründtund befugt zu seyn, der auch, wo man ihm Gewalt und Un-billigkeit zufügen wollt, als ihm hier in diesem Fall geschah,sein Leib und Gut daran stecken durste."

Bald überzeugte er seine Widersacher hicvon; dennschon am 6ten Mai lag die Vorstadt in Asche, und dasKricgsvolk rückte an die Thore und innern Mauern, das-selbe Verderben auch diesen drohend. Die erschreckte Bür-gerschaft schloß nun einen Vergleich. Sie leistete ihrem

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