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tigcn; gleichwohl, um gegen Triers habsüchtige Zudringlichkeitsie sicher zu stellen, setzten sie dieselben, ihre Söhne und Töch-ter, in einem Letztwillen zn Erben ein und traten zugleich amnämlichen Tage alle ihre Besitzungen an Wilhelm ab, mitVorbehalt lebenslänglicher Nutznießung "). Der Kaiser bestä-tigte den AktAber erst Wilhelms Söhne gelangten zuruhigem Besitze. Trier, gestützt auf die unhaltbaren Rechts-gründc wegen eröffneter zwei Lehen, die man ihm von Nas-sau-Beilsicin'schcr Seite freiwillig, jedoch ohne Zustimmung derAgnatcn, einst aufgetragen, hatte in der That es nicht ver-säumt, den Nassauern auch hier wehe zn thun; langwierigeRcchtsfchdcn entstanden daraus, bis der sogenannte Dictzcr-Vertrag dem Unwesen ein Ende machte.
So war die Thätigkeit Wilhelms des Reichen fast aus-schließlich von vcrdrüßlichen Berührungen, Mein und Deinbetreffend, in Anspruch genommen. Außer ihnen, außer denreligiösen Händeln, den politischen Sendungen und den ad-ministrativen Verrichtungen stellt sich in seinem Leben nichtsbesonderes Pikantes dar. Das Kriegswesen machte ihm wenigFreude, und es scheint, daß er sogar Abneigung dagegen trug.Nur einmal sinket man ihn in den Ardcnncn, in der Cham-pagne und vor Mcziürcs, in seines Bruders Heinrich, Franzvon Sickingcns und Georgs von Frundsberg Gesellschaft;er führte auf diesem Feldzuge einen selbst geworbenen TruppReiter an. Verschiedene Anträge des Kaiser Mav und Karlvon Bcfehlshaberstellcn lehnte Wilhelm beharrlich ab, eben sodie oberste Anführung des evangelischen Kriegsvolkes von SeiteChurfürst Johann Friedrichs zu Sachsen, auf den Fall einesKampfes mit der spanischen Parthci Desto williger unter-zog er sich allen sonstigen Geschäften, welche man ihm anver-traute. Als Vormünder, als Schiedsrichter, als Gesandter,war er hintereinander zu Aachen, zu Augsburg, zu Hanau, zu
») U.a. j8. Juli 45S4.»») cl.a. 45. Aug. 4 555.Im Jahre 4 557.