Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
329
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Minden, zu Maynz beschäftigt; er half die Wirren in dennicdcrrhcinischen Hcrzvgthümcni, veranlaßt durch die neue Lehre,schlichten, ebenso jene, die zwischen dem Grafen von Manns-fcld und im Mandcrschcidischcn Hause entstanden waren. Erunterhandelte in Angelegenheiten des vertriebenen Königs Chri-sticrn II. von Dänemark, und in den Gcldrischcn Erbhändcln,welche dem Herzog Anton von Lothringen ") so schwere Demüthi-gung zuzogen. Auch die Sache Graf Konrads von Tcckeln-burg und Lingen, welcher wegen Theilnahme am Schmalkal-der Bunde seiner Lande verlustig ging, ferner der Zwist des HausesJscuburg und jener Johanns von Lignc und den Erben vonBlankenhcim, gaben ihm vollaufzu thun. In Churfürst HerrmanSvon Wida Säkularisationsgcschichtc zu Köln spielte Wilhelm vonAnfang an eine nicht unwichtige Rolle; er war sein Rathgc-ber bei dem vcrhängnißvvllcn Schritte gewesen; im Unglückeblieb er ihm hülfrcich und unterhandelte sowohl beim Kaiscrhofeals bei dem Domkapitel; die Pension, mir welcher der entsetztePrälat nachmals sich begnügen mußte. Nicht minder gingder Pfalzgraf Otto Heinrich, ebenfalls seiner Lande wegender Schmalkaldcrgcschichtc beraubt, seine Verwendung beiKarl V. au. Gemeinsam mit dem Churfürsten von Trier undeinigen andern Reichsständen, sollte er auch die Streitfrage überdas den Roscnbcrgcrn abgenommene Borbcrg entscheiden hel-fen, doch lehnte er das verdrießliche Geschäft weislich ab; da-gegen mitteltc er gern, als er darum angegangen ward, zwischendem teutschen Orden und Landgraf Philipp von Hessen nachder Versöhnung über Katzenellcnbogen, den wegen der Ballcienim Hessischen erhobenen Streit, und noch freudiger die schimpf-lichen Zwiste mit dem Hause Stolberg, in denen seine Schwä-gerin Katharina besonders lebhaft figurirtc.

Am 6. Oktober 1S59 starb Graf Wilhelm, von Freund

-) Vergl. das in der Biographie des Prinzen Renatus hierüberGesagte.