Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
309
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weise angeführt haben. Sein Bruder Heinrich erhielt daherden Antrag, alles anzuwenden, um ihn von der Bahn derNeuerungen ab- und in das alte Gleis zurückzubringen; ammeisten fürchtete man die Nachahmung seines Beispiels durchdie Grafen und Edlen der Wetterau, auf welche die Nassauerden meisten Einfluß übten, und dadurch eine nicht unbedeu-tende Verstärkung der cvaugelifchcu Parthci auch in politischerBeziehung, denn von dieser allein beurtheilte Karl V. in derersten Zeit seiner Wirksamkeit gegen den Protestantismus dieRichtung desselben. Um ihn dem Hofe wieder mehr zu ge-winnen und sowohl mit dem Herzog Ulrich, als andern pro-testantischen Mitständcn zu entzweien, trug man ihm vonBrüssel aus fcincrweise erst die Statthalterschaft des Herzog-thums Württemberg, sodann die Feldhcrrnsiclle bei dem Heeregegen Ulrich an; die Resultate dieses Antrags sind oben er-zählt worden; der Bruder selbst, sonst so willig gegen alleWünsche Karls, rieth ihm beharrlich ab. Das goldene Vließ,welches Wilhelm im Jahr 1550 aus den Händen des eigenshiezu von Konig Ferdinand abgesandten Ritter Harmuth vonKroucnbcrg erhielt, war eine fernere Fangschnur für seineGrundsätze; denn die Ordensregel schloß auf das bestimmtestealle Ketzer und Schismatiker aus. Wilhelm, dieses Artikelswohl kundig, lehnte auch diese, wohl noch von Niemanden vorihm verschmähte, höchste ritterliche Auszeichnung auf hoflicheWeise und unter vielen Dankbezcigungcn ab und fuhr mitseinen Reformen weiter fort^).

Die vorläufige Kirchcnordnnng, aus der Feder Hcil-mann Bruchhausens geflossen, war der erste Schritt zu Ver-vollständigung des begonnenen Werkes^'); auf sie folgte einJahr darauf die Einführung der auf Luthers Katechismus ge-gründeten Nürnberger Kirch eures orm; drei Jahre spä-

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5») ueber ihren Inhalt wird in einer spätern Stelle abgehandeltwerden.