Drittes Kapitel.
Die Anstrengungen Wilhelms des Reichen für die Re-formation in seinen Landen und als Mitglieddes schmalkaldischen Bundes").
Von anziehend crem Inhalt, als diese endlose Prozcßge-schichtcn um Land und Leute, bieten sich die Nachrichten überWilhelms des Reichen Wirksamkeit im Innern seiner Her»schaft und für die Verbreitung der neuen evangelischen Lehredar. Schon vor dem Wormser Reichstage war ihr Saamcauch im Nasfan'schen verbreitet worden, ohne daß man solche»Bemühungen großen Widerstand entgegengesetzt hatte; schondie Freundschaft mit Churfürst Friedrich dem Weisen vonSachsen, vor welchem Graf Wilhelm jeder Zeit große Vereh-rung getragen, würde hicvon abgehalten haben, wenn nicht seinenatürliche Milde, sein Heller Verstand und die eigene Ueberzeu-gung von dem tiefen Verfall der Religion, der Sitten und desKirchenwesens, sowie von der Nothwendigkeit einer radikalen Ver-besserung in letzterem ihn bestimmt hätten, Luthers Idee» mehr zubegünstigen, als zu bekämpfen. Die Art und Weise, wie derReformator vor dem Reichstage aufgetreten, wirkte mächtigauf ihn; allein der große Einfluß seines Bruders Heinrich,
") kti'Uai'iz I-ulAcriiniümi. — Oicrcez.
ZVIngnnt,— ke, Itlnnim. Itctvi-in. ; und ebendesselben: Lcoin.— Reu hing: Erasmus SarceriuS-