bcrg, Rüssclshcim, Kclstcrbach, und der Gemeinschaft Umstadt;das ursprüngliche Nassau'schc Amt Drindorf, und endlichden Antheil an der Grafschaft Dictz, an Hadamar, El-lar, der Esterau, an Ems, Löhnbcrg, Camberg, Al-ten-Weilnan und Wchrhcim. Zu diesen Besitzungenkam auch noch eine höchst beträchtliche Fahrhabc.
Die Grafen von Nassau forderten von dieser Gesammt-crbschaft die eine, die Herzogin Mcchthildc zu Clevc die andereHälfte. Im Jahre 1521 aber ward letztere für eine Rund-summc von 50,000 Gulden '-I ebenfalls an Jene abgetreten.Nichts desto weniger setzte man den Prozeß bloß um die frü-here Hälfte fort, nachdem der Landgraf einen Revers ausge-stellt hatte, daß die Entscheidung über die Nafsau'schcn An-sprüche auch für den Clevc'schcn Theil die gleichen rechtlichenWirkungen haben sollte ^).
Philipp der Großmüthige, der nächste Nachbar von Nas-sau, war für Wilhelm ein sehr gefährlicher Gegner, und esstand zu befürchten, daß er mit Waffengewalt eine Vcrzicht-leistung des Erstem auf die Erbschaft zu erzwingen suchenwerde; um für einen solchen Fall Rarh zu finden, schloßenWilhelm und Heinrich einen verstellten Tauschvcrtrag untersich, und ersterer trat an seinen Bruder gegen Ucbcrlassungder Clcve'schcn Hälfte an Katzcnellenbogcn die GrafschaftViandcn ab. Auf solche Weise war zum Mindesten diesesichergestellt, denn an Heinrich, den gcfürchtctcn Günstling desKaisers, welcher mehr als ein Mittel hatte, Philipp empfind-lichen Schaden zuzufügen, wagte er sich weniger, als an denschwächeren Wilhelm; auch war Alexander Schweiß, der Gc-
Dieselbe ward nicht baar abgetragen, sondern zur Hälfte durchallerlei Abtretungen von Gütern, Rechten und Jollen, so wiedurch Uebernahme der Aussteuer einer Cleve'schen Prinzesst»,gedeckt.
1521-1522.