Sämmtliche Lande fielen dem Sohne Wilhelm, mid nachdessen kinderlosem Hinscheide, den beiden Schwestern zu. Al-lein hierüber erhob sich mit der Familie Landgraf Ludwigsvon Hessen-Kassel langwieriger Streit. Bei Johanns V. vonNassau Tod befand sich derselbe noch auf demselben Punkte,wie scchszchn Jahre zuvor, nur die Personen hatten bei denbeiden Parthcicn gewechselt. In Hessen stand Philipp derGroßmüthige als Erbe der Besitzungen und Ansprüchevon Vater, Oheim und Vetter, an der Spitze des hessischenGcsammtgcbictcs; in Nassau traten Heinrich und Wilhelm,die Sohne der Elisabeth, mittelst feierlicher Abtretung, alsInteressenten in dem fraglichen Streite auf, verpflichtet durchdie Hausvcrträge, denselben auf gemeinsame Kosten für glei-chen Gewinn fortzuführen.
Die Katzcncllcnllogcn'sche Erbschaft selbst begriff nachste-hende Landschaften, Lehen, Güter, Parzellen und Rechte insich: die Grafschaften Zicgcnhain und Nid da mit denAemtern Marburg, Kirchhain, Ranschcnberg, Wetter, Rosen-thal, Gemündcn an der Wohra, Frankcnbcrg, Haina nebstdem Kloster, Gießen, Allcndorf an der Lumdc, Grünbcrg,Burg Gemündcn, Homburg an der Ohm, Alsfeld, Ulrichsiein,Schotten, Stormfcld, die Fuldischc Markt, oder das AmtBingcnhcim, Noßbach, Bntzbach, Klcebcrg, Hüttcnbcrg, Kö-nigsberg, Blankcnstcin, Bicdenkopf, Battcnbcrg, Brcidcnbach,sämmtlich in Obcrhcssen; die Aemter Vach und Friedcwaldin Niedcrhcsscn; den Theil an Schmalkaldcn, Hirsch-fcld und am Busccker - Thal; die Herrschaft Eppcnstcin;die Antheile an den Zöllen zu Lins und Boppart; diePfandschaftcn Lim bürg, Molsbcrg, Ober- und Nicdcr-Brcchcn; die eigentliche Grafschaft Katzcncll endogenmit Rhcinfcls, die Vogtci Pfalzfeld und St. Goar, den Aem-tern Rcichcnbcrg, Hohcnstcin, Braubach und dem KirchspielKatzencllcnbogcn, den Antheil am Einrich, den Aemtern Darm-stadt, Lichtcnbcrg, Zwingenbcrg, Jägcrsburg, Sechen», Dorn-