Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
261
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Richtung von Geldern eingeschlagen, und drei Kompagnien(Fußvolk) als Besatzung in Amcrsfort zurückgelassen hatte.

Der Kaiser, über die Verwegenheit des jungen Herzogsvon Clcvc ungcmcin erbittert, beschloß, ihm eine nachdrücklicheLehre für alle Zukunft zu geben. Er erschien persönlich miteiner Armee von Teutschen, Spaniern, Burgundern, Italienernund Albcncsen im Lande, stürmte und verbrannte die Haupt-stadt, darauf nahm er die meisten Städte ebenfalls und nöthigteden Herzog zur Ergebung. Oranien verwendete sich für Wil-helm und mittcltc ein milderes Loos ans, als anfänglichihm zugedacht gewesen war. Auf den Knieen bat derselbe, inGegenwart vieler Fürsten und Großen, um Verzeihung, dasGeschehene mir der Unbesonnenheit seiner Jugend und derArglist französischer Verführung entschuldigend. Karl sah ihnmit strengem, durchdringendem Blicke an, kehrrc ihm, ohneein Wort zu sagen, den Rücken, und befahl dem PrinzenRenatas und dem Kardinal Granvclla, den Herzog über dieFriedens- und Amnestie-Bedingungen zu verständigen. Rena-tas reichte freundlich dem Gebeugten die Hand und erhob ihnvom Boden. Darauf verlas er die im kaiserlichen Kricgsrathebestimmten Artikel; sie kosteten Geldern und Zütphcn, welchebeide vom Kaiser zu Handen genommen wurden. Der Prinzward hiemit ebenfalls beauftragt, und zum Statthalter derncucrworbcncn, zu den Niederlanden wiederum geschlagenenProvinzen ernannt ^°). Unter seiner Verwaltung und in sei-nem Namen geschah es, daß der berühmte Viglins von Zui-chcm als Kanzler von Geldern zum erstenmale auftrat""-').

Den französischen König setzten diese Hiobspostcu in un-beschreibliche Wuth und steigerten den ohnehin großen Haßgegen Rcnatns. Durch seine Parlamente ließ er ihn ohne

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Arnvldi: Nachträge 277.