Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
231
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manches mit mehr Erfolg unternehmen, als sein Vater Guil-laume. Zuerst fand er mir Bretagne sich ab, und erhielt ge-gen eine Nundsummc, die in Folge des Erbtitcls von seinerMutter Katharina her angesprochenen Herrschaften l'Espinc,Gaudiu, la FcrtKMilon, Courreuay und mchrcres andere zu-rück. Kaum hatte er jedoch angefangen, mit Herstellung sei-nes Familiengutes sich zu beschäftigen, als Karl der Kühneihn in das Feld rief. Es war der erste berühmte Hcerzugwider die schweizerischen Eidgenossen. Bei Granson theilteJohann das Unglück des Herzogs, und trotz seiner Vorsorgeund seiner Tapferkeit, als Anführer der Vorhut, wurde er indie Flucht geschlagen; sein Oheim, der Herr von Chasiel-Gouion,war an diesem Tage beim Sturm gefallen.

Bald darauf verließ der Prinz Kails Hof und Heer, in-dem er mit Recht ihm vorwerfen konnte, daß er in einemwichtigen Rechtsstreite die Partei des Herrn von Craou widerihn ergriffen. Er erschien vor Orange, hielt daselbst seinenfeierlichen Einzug, und beschwur die Rechte und Freiheitender Stadt und des Stiftes. Inzwischen erlag der Herzog Karlseinem Schicksal vor Nancy. Burgund kam in große Gefahr.

Jean von Chalons erklärte sich mit ganzer Seele für dieRechte seiner Tochter Maria. Konig Louis XI. wußte ihnjedoch durch heuchlerische Honigworte und falsche Versprechun-gen, wie treu er es mit der Prinzessin meine, uuv wie sehrer sie und ihr Land zu schützen beabsichtige, für eine Zeitlangzu tauschen und zum mindesten seinen Widerstand zu parali-sircu. Plötzlich sah der Prinz den König Meister vom größ-ten Theil der burgundischen Erbschaft und zwar in eigenemNamen und nicht für Mariens Rechnung. Ein bitterer Un-wille ergriff ihn ob der erfahrenen Unredlichkeit, und er trugder Herzogin seine besten Dienste an. Zum Gcucralgubernatordes Landes ernannt, stellte er sich an die Spitze der burgun-dischen Truppen und eroberte bald die Freigrasschaft, sodannauch verschiedene Platze des Hcrzogthums zurück.