Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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freiung zu jedem Opfer bereit, erhielt sie, da alle Freundein der Nahe und Ferne ihn verlassen hatten, nicht eher, alsbis er in den Verkauf des Fürstcnthums an den König ge-willigt hatte. Dieser drang um so ungestümer darauf, alser durch den Besitz von Orange schon einen Fuß in der Pro-vence zu haben glaubte, nach welcher es ihn seit Längeremgelüstet. Nach achtundzwanzigmonatlicher Gefangenschaft sahGuillaumc das Erbe seiner Vater bloß wieder, um seinenVerlust zu beweinen, und starb bald darauf vor Gram am27. September 1ä7S.

Fester, glücklicher, glorreicher, und zugleich als Rä-cher des Hauses trat sein Sohn, Jean II., auf. Frankreich,Burgund, Bretagne, Lüttich, später Obcritalicn, Mailand undNeapel wurden die Schauplätze seines kriegerischen Ruhmes.Er fand den burgundischcn Theil seines Erbes von den eige-nen Oheimen sowohl als dem Herzoge, den französischen vonden Leuten des Königes besetzt. Gleichwohl wußte er nachund nach für alles Rath; er zwang durch Klugheit, Muthund Ausdauer das Schicksal zur Genugthung, und die Nach-folger der Fürsten, welche sein Haus so schnöde beraubt, mach-te» die Ungerechtigkeiten Jener wiederum gut.

Noch bei des Vaters Lebzeiten hatte er in erster Ehe diePrinzessin Jeannctte, Tochter des Herzogs Charles von Bour-bon und der Agnes von Burgund, Schwester Philipps desGuten, beide somit aus dem Hause Balois, gcchelicht; durchdieses Verhältniß kam er auch mit Herzog Jean von Bour-bon und Auvcrgnc, welcher mit Jeannc de France, der älterenTochter König Karls VII. vermählt war, mit dem Kardinal-Erzbischof und Primas von Bonrbon, mit Peter Vourbon,Grafen zu Clcrmont, Gemahl Annens, der älteren Tochtervon Louis XI., mit der Gräfin von Savoycn und BresseMargnerite, so wie mit dem bekannten Bischof von Lüttich,Louis von Vourbon, in Verwandtschaft.

Gestützt auf solche Familien-Verbindungen, konnte er