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Louis XI. gerieth über diese Nachrichten in äußerste Wuth;er klagte den Prinzen förmlich vor den Parlamenten, als derFelonie und des Hochvcrrathes schuldig, an, und ließ ihn förm-lich seiner von Frankreich tragenden Orden und Lehen einsetzen.Bei Gy schlug Chalons dafür die Franzosen tüchtig auf'sHaupt, und nur die Gefangennahme des Herrn von Chärel-Gujons, seines Oheims, hinderte ihn an ihrer weiteren Verfol-gung. Bald darauf entsetzte er das hartbedrängre D5le, mitgroßem Verluste der Franzosen.
Nachdem der Herr von Craon wegen Untauglichkeit vomBefehlsstab entfernt und Charles von Ambosse damit beklei-det worden, nahmen ^die Sachen einigermaßen eine ungünsti-gere Wendung. Die französischen Truppen besetzten JohannsErbland, und er sah sich in Burgund auf den bloßen Verthci-digungskricg beschränkt (1475—1482 "I.
Mariens Tod und der bald darauf erfolgte Friede zwi-schen Oestreich-Burgund und Frankreich brachte auch Jeande Chalons in eine günstigere Stellung wieder; er empfingdas Verlorene zurück und herrschte ruhig über Orange, nurdaß ein gewisser Peter Landais, einst Schneider, darauf Günst-ling des Herzogs von Bretagne, durch Komplotte Wegelagc-reicn ihm vielen Verdruß machte. Seine neuen Verhältnissezu Orleans und Bretagne brachten ihm wenig Ruhm undGewinn; obgleich er eine beträchtliche Armee Brctoncn alseiner der obersten Fcldhauptleute bei St. Aubin in die Schlachtführte, so zog er doch den Kürzern, ward geschlagen, gefangen,und nur nach geschlossenem Vergleiche wieder freigegeben(1488).
Nichts desto weniger waren diese brctagnischcn Händel derWendepunkt seiner Wirren mit Frankreich. Er hatte Maxi-milians Ehcbund mit der Herzogin Anna eingeleitet, später
») Ueber Johanns Verhältnisse zu Burgund; vergleiche E. Mün ch;Maria von Burgund l. B.