Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
228
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sicher zu stellen, er vermehrte endlich seine Besitzungen durchdie Baronie Lcrs und die Stadt und das Schloß Carambc inder Grafschaft Avignon.

Während seines Aufenthaltes zu Nozcroy hatte Louis,seit längerer Ieit von Johann von Mömpclgard, Wittwcr,die geistreiche Eleonore von Armagnac gchcirathct, nicht ohneheftigen Einspruch von Seite der Verwandten und des Pab-stes. Seinen Sohn sah er noch an der Spitze der TruppenBurgunds in Italien tapfere Thaten verrichten; aber derPlan, das Hcrzvgthum Mailand zu erobern, scheiterte an demMangel an Geld, und beschränkte sich auf die Einnahme derGrafschaft Asti. Kurz darauf erhielt er den Besuch des Dau-phins Ludwig (XI.), welcher vor seinem Vater flüchtig gewor-den war. Er nahm ihn auf das Freundlichste auf und ge-währte ihm innerhalb der Mauern von Orange Schutz gegendie verfolgenden königlichen Truppen; später brachte er ihnnach Vrabant, an den Hof des Herzogs von Burgund, wel-chem jener die Gastfreundschaft in der Folge so schlecht ver-golten hat.

Im 7Sstcn Jahre endlich starb er, und hinterließ auch auszweiter Ehe Söhne und Tochter, welche reichlich mit Apana-gen und Summen bedacht und meist an vornehme Geschlech-ter vermählt wurden. Die Tugenden der Treue, der Tapfer-keit, der Großmuth, der Standhaftigkeit und der Liebe zu denUnterthanen, denen er als ein äußerst milder Herrscher sichgezeigt, erwarben ihm ein ehrenvolles Andenken und den schö-nen Beinamen des Guten, den er in den Jahrbüchern gewöhn-lich führt (V1I8—1-U>2). Sein Sohn, Guillaumc VIII.,erfuhr noch mehr den Wechsel menschlicher Schicksale, den Un-dank von Freunden, die Treulosigkeit der Unterthanen, denMeineid der Verwandten; unter ihm sank die Größe desHauses; aber die Ehre rettete er aus Noth und Drangsal.

Während seiner Kämpfe in Burgund und einer Pilger-reise in Palästina, griffen seine Brüder, griff seine Muhme,