Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
227
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biers, gewann ein Treffen an den Ufern der Rhone, undhätte beinahe Louis gefangen gemacht; wie durch ein Wun-der entkam derselbe den Verfolgern, in voller Rüstung überden angeschwollenen Strom. Der Prinz tröstete die miß-handelten und beraubten Seinigcn bestens; aber das Unglückwich seit jenem Tage nicht von ihm. Gaucourd, des KönigsFcldhauptmann, bemächtigte sich eines Platzes nach dem an-dern, und endlich auch der Hauptstadt des Fürstenthums, bisder Bürger Treue ihm Luft verschaffte.

Das wiedergewonnene Orange, nachdem es durch dieBastarde von Valencia und Poitiers mannigfache Bedrängnißerlitten, kam plötzlich in die Gewalt des Königs von Sizilien.Doch behielt dieser das Fürstenthum nur für einstweilen, undals Hüter, im Namen des rechtmäßigen Besitzers. Gaucourdfuhr fort, durch die Besatzungen, welche er in benachbartenOrten eingelegt, großes Uebel zuzufügen; selbst der Pabstsuchte die Wirren zu benutzen, um im Trüben zu fischen.Das Bedürfniß, treue Freunde in Burgund zu haben, nöthigteendlich Karl VII., mit Louis sich auszusöhnen, da er als dermächtigste und einflußreichste unter den Großen des Landesgalt. Diese Aussöhnung hatte dann auch den Wicdcrerwcrbseiner Lande zur unmittelbaren Folge, welche der König Lud-wig von Sizilien, in den letzten Kriegen sein Beschützer, ihmübergab.

Nachdem er von den hartgcdrückten Unterthanen, dienunmehr das Ende ihrer Leiden ersahen, mit Jubel empfan-gen worden, erlebte er die Freude, seinen älteren Sohn, Guil-laumc, mit Katharina von Bretagne (Tochter Richards vonEstampcs und der Margueritc von Orleans) vermählt, unddie Freundschaftsbande zwischen Orange und Herzog Artus,dem Oheim der Braut, welche schon früher bestanden, nochenger geknüpft zu sehen. Er regelte hierauf das zerfalleneRccbtswescn und die Verwaltung im Lande, befestigte dieHauptstadt und suchte sie gegen Ueberfällc, wie die vorigen,

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