Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
Seite
224
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Nach des Schwätzers Tode erhielt er das FürstenthumOranien und alle Güter seiner Gattin, mit welcher er mildund gerecht über die Unterthanen herrschte. Noch viele neueBesitzungen sügtc er den bisherigen zu. Neufchatcl anerkannteseine Obcrhcrrlichkeit; mit Savoycn wnrdc über Chatillon,Selanche und Faucigny ein Vergleich geschlossen. In einemandern Vertrage behielt er sich die Erbfolge in der GrafschaftGens vor. So viel er sich Mühe gab, zwischen den beidenHäusern Orleans und Burgund sich unpartheisam zu erhalten,so wurde er doch in ihre blutigen Kämpfe mit hinein verfloch-ten. Kein Ercigniß von Wichtigkeit begab sich, an dem ernicht Theil genommen hätte. Nach der Unthat wider denHerzog von Orleans, welche dem Urheber selbst zu so geringemGewinne ansschlug, ergriff Jean von Chalous die ParthciJohann's von Bayern, des Prälaten ohne Mitleid, undhalf ihn in den Besitz des Bißthums Lüttich setzen. An derSeite Herzogs Johann des Unerschrockenen schlug er die mör-derische Schlacht mit, welche die stolzen anfrnhrlnstigcn Lütti-cher demüthigte. Auch nach Paris, dem königloscn, begleiteteer den streitbaren Fürsten. Bei der Vermählung Ludwigsvon Anfou (Sohnes Königs Ludwig von Sizilien) mit Ka-tharina von Burgund (der Tochter Herzog Johanns) spielteer eine wichtige Rolle. Er war der Gcwisscnsrath und Hanpt-begleitcr der Braut, bis die Arme der Königin-Mutter sieaufgenommen. Bei dem neuen Streite der beiden Fürsten-häuser gericth Chalons zu St. Dcnys in große Noth, undmußte sich zu einer ehrenvollen Kapitulation bequemen. So-sort erhielt er vom Herzoge den Posten eines General-Lieute-nants im Hcrzogthumc Burgund, in der Frcigrasschaft undin Charvlais; auf demselben leistete er der Sache desselben diewesentlichsten Dienste, doch erlebte er einen Aufstand seinereigenen Unterthanen, welche von den Gegnern verführt wur-den, und die Schmach, von ihnen gefangen gesetzt zu werden.

Als Kaiser Sigismund auf das Koncilium nach Konstanz