zeichneten Gelehrten aufzutreten. Also n so GarciaS, M a-ramor uud Gcncsio Scpulvcda gehörten zu ih-ren litterarischen Freunden und den enthusiastischen Bewunderernihrer Tugenden und Eigenschaften. Mehr als einmal wardsie als Spaniens, wiewohl tugendhafteren Aspasia gepriesen.Mit Scpulvcda unterhielt sie einen lebhaften Briefwechsel'-'-"-').Aus flämischen uud holländischen Werken uud Handschriftentheilte sie in spanischer Ucbersetzung ihren Landsleutcn vielKöstliches mit. Ihr Herz, nicht nur ihr Verstand, war ganzbei der Wissenschaft; ihr opferte sie gern die flüchtigen Genüsseihres Geschlechtes und den Flitter des Hof- und Wcltlcbens.In dem schönen Calahorra, welches Alexander Schweiß mitseinen Reizen so angenehm beschrieben ch), verlebten sie undihr Gatte viele glückliche Tage; dahin floh auch der Grafoftmals aus dem Sturme der Weltbegcbnissc, wie aus demGetümmel höfischen Einerlei's, wenn er in Spanien sichaufhielt.
Als Heinrich zum Erstenmal Donna Menzia sah, standsie in der Blüthe ihrer Jahre, eine kaum scchszchujährigeJungfrau. Ihre liebliche Gestalt und ihr großer Reichthumhatten gleich sehr eine Menge Freier von Rang und Standeherbeigelockt; es war des Königs dankbare Freundschaft, welcheihm ihren Besitz verschaffte. Schon im Jahre 1525 hatteKarl V. seinen Willen bestimmt dahin ausgesprochen; einJahr darauf erst, als die Rangstreirigkeitcn der Wappen bei-der Häuser mit den Anverwandten der Braut glücklich geschlich-tet waren -f-p), ging die Vermählung vor sich, uud zwaram Hofe des Kaisers, mit einem außerordentlichen Aufwandc.
«) ^wInAia z>r» üoctis vieis.
»») I>e 6. Vita c't Lci'chtiz Loimuvntar. lilail>'!>. 1780»
Ebendaselbst und auch in 4.
st) Vergleiche die dahin bezüglichen Briefe in Arnvldi's Denk-würdigkeiten.
sth) Heinrich mußte sich dazu bequemen , das Nassau'schc Wappen