Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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leitung zur Biographie des Prinzen Rcnatus alsbald weiterunten die Rede seyn.

Der dritten Hcirath Heinrich's III., mir der Marchcsavon Zenettc, ist bereits im Eingange seiner Lebensbeschrei-bung kürzlich Erwähnung geschehen; wir tragen hier noch Ei-niges über diese interessante Dame nach, was spärlich zerstreutin verschiedenen Berichten von ihr aufzufinden war. Mcnziade Mcndoua war die älteste der drei Töchter des Mar-quis Don Rodrigo de Aenctte (Cagncttc), welchen Don PedroGonzalez de Mendooa, Kardinal und Erzbischof von Toledo,mit der schönen Menzia de Lcmos erzeugt. Eine Menge vonGütern, Schlössern und Einkünften wurde unter dem Nameneiner Markgrafschaft Zcnette von dem mächtigen Prälaten sei-nem Liebling zugeschoben, und derselbe genoß, als er zu Jah-ren gekommen, am Hofe von Kasiilicn, gleich dem Vater,Einfluß und Ansehen. Er scheint ein Mann von stolzerGrandezza und empfänglich für Jntrikcn mancherlei Art ge-wesen zu seyn. In Geschäften und bei Festen Karls V. kommtsein Name oftmals vor Ob er in freundlichen oder wider-lichen Verhältnissen zu seinem Eidam Nassau gestanden, gehtnicht deutlich hervor. Fast möchte man annehmen, daß derspanische Stolz und der flämische Trotz bisweilen unwirrschaneinander gerathen, und noch mehr dürfte dieß mit den Ver-wandten der weitverzweigten Familie gewesen seyn.

Der Graf liebte und achtete seine Mcnzia sehr; aus meh-reren Briefen an vertraute Freunde leuchtet dieß klar hervor.Sie verdiente seine Zuneigung in hohem Grade, denn dieMarquisin besaß einen festen Sinn, ein weiches Gemüth undeinen hcllgcbildetcn Geist. Selbst wissenschaftliche Kenntnissewaren ihr nicht fremd; griechisch und lateinisch sprach sie mitFertigkeit, und wagte es sogar bisweilen polemisch vor ausge-

H Vergleiche besonders und in ihren Lebens-

beschreibungen des Kaisers.