in Verbindung mit den von ihm bereits gewonnenen undbefestigten Plätzen der Nachbarschaft ein furchtbares, Parisunmittelbar bedrohendes Vcrlhcidignngssystcm, welches beiglücklichem Erfolge den übrigen Armeen des Kaisers den Ein-bruch in's Innere von Frankreich gesichert haben würde, znvereiteln.
In Paris herrschte zu diesen Tagen allgemeiner Schrecken;schon sah man im Geiste die Vorposten des trotzigen und un-erbittlichen Nassau vor den Thoren der durch Teutsche niemalsbezwungenen Stadt. Der französischen Krone staub der Un-tergang, dem National-Kricgsruhm ein unaustilgbarer Schimpfbevor. Damals befehligte darin der Kardinal von Vcllai, einMann von Kraft und Besonnenheit. Dieser faßte den Ent-schluß, ohne Verweilen Vendomc und Guisc alle verfügbareTruppen zuzusenden und kein Opfer für die Erhaltung Pcronnc'szn scheuen. Er versammelte die Vorsteher des Handelstandcs,so wie die Schöffen der Gemeinde, stellte ihnen die Gefahrender Hauptstadt vor und beredete sie dadurch unschwer zuHcrbcischaffung der nöthigen Summen, um ein Heer von10,000 Söldnern und deren Unterhaltung, so wie das damitzusammenhangende Kriegsmaterial zu bestreiken. Auch fürS0,000 Pionnicrs sollte gesorgt, und durch sie die unerläßlich-sten Verbesserungen an den wichtigstcrcn Punkten von Parisvorgenommen werden. Geschütz und Geld wurden in derThat bald herbeigeschafft; der Herr v. Estradcs erhielt dieLeitung der Sache. Auch die Pionniers brachte man nachund nach zusammen. Bei allem dem leitete den Kardinalweniger die Hoffnung, Paris wirksam befestigen und verthei-digen zu können, als die, daß der Feind dadurch zum minde-sten überzeugt werde, man rühre sich kräftig in der Haupt-stadt und habe den Muth noch keineswegs verloren; somitdürste die Meinung und der Wunsch, durch einen HandstreichParis zu überrumpeln, bei ihm wegfallen. Wie schlecht esjedoch um dasselbe stehe, verhehlte er sich nicht, wenn er auf