Druckschrift 
3 (1833)
Entstehung
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vertheidigt überraschen zu können, nach gezwungenen Märschenvor seinen Mauern angelangt war, erkannte er mit Schmerzseine Täuschung. Sein geübter Blick zeigte ihm gleich dieUnmöglichkeit, ohne empfindlichen Zeit- und McnschcnvcrlustErhebliches hier ausrichten zu können. Er lagerte deßhalb beider Abtei von Mont St. Qucntin. Die Herzoge von Vcn-domc und Guise erfüllte die Kunde von Pcronnc's Rettungmit unbeschreiblicher Freude; denn alles schien mit dieser Stadtauf oem Spiele. Sie beeilten sich, neue Verstärkungen, zumalan Landsknechten, in der Pikardic und Champagne zu erhal-ten, und hierin leistete ihnen der bekannte Nicolas dc Nussicis,genannt Bossu, vorzügliche Dienste.

Allein sie und Pcronnc erhielten noch heiße Arbeit genug.Graf Heinrich, nachdem er einigermaßen von seiner Ueberra-schung und den Anstrengungen der verflossenen Tage sich er-holt, leitete eine regelmäßige Belagerung ein und setzte ohneUnterlaß der Stadt auf das lebhafteste zu. Schon war eingroßer Theil der Mauern unterwühlt und die Zuversicht derKaiserlichen in demselben Maaße gewachsen, als das Vertrauender Franzosen auf die Haltbarkeit des Platzes abnahm. Nichts-destoweniger zeigten die Führer ein unverzagtes Gemüth undwaren fest entschlossen, eher das Acußerstc zu bestehen, als einso kostbares Bollwerk des Vaterlandes in Feindes Gewalt über-liefert zu sehen. Ihre Gesinnung wußten sie auch dem gemei-nen Volke mitzutheilen. Eilboten über Eilboten berichteteninzwischen den König von der drohenden Gefahr.

Franz I., welcher während dieser Vorfälle in der Pikar-dic mit seinem Gegner, nicht ohne mannigfache Glückswcchscl,in Piemont und Süd-Frankreich sich herumgeschlagen und ebendamals Vortheile errungen hatte, gab seinen Vorsatz auf, die-selbe weiter zu verfolgen und setzte sich in Bewegung, umpersönlich dem bedrängten Peronne Entsatz zu bringen. Eshandelte sich bei demselben ganz besonders auch darum, demFeinde die Absicht zu vereiteln, durch den Besitz von Peronne