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den Mangel an Lcbcnsmittcln und dic furchtbare Thcurungblickte, welche damals in der Hauptstadt herrschten. Seitzwanzig Jahren war sie in dieser Hinsicht niemals schlechterdaran gewesen. Das Zugcfricrcn der Seine während des vcr-wichcncn Winters und die «Leichtigkeit der kleinen Küsse,durch welche sonst die Fahrzeuge mit Getreide und Lcbcnsmit-tcln aus den daran fruchtbaren Provinzen gelangten, trugendic Hauptschuld daran, und die Leichtigkeit, womit sonst dicVerproviantirung ihrer Stadt vor sich zu gehen pflegte, hattedic sorglosen Pariser abgehalten, in günstigerer Zeit an Auf-häufung von Vorräthcn zu denken.
Um diesem Uebclstande zu begegnen, gab der KardinalBefehl, von sechs Meilen weit in der Runde Lebensrnittelherbeizuschaffen, und alle Gcwcrb- und Landlcutc mußten dicVorräthc in ihren Magazinen abliefern. In weniger alsacht Tagen war Paris soweit damit versehen, daß sowohl dieEinwohner, als 50,000 Soldaten hinlänglich unterhalten wer-den konnten. Allein die Nachricht vom Aufheben der Bela-gerung Pcronnc's machte die größten Besorgnisse schwinden.Ein Abgeordneter des Marschalls von der Mark überbrachtedem Könige dic fröhliche Botschaft.
Am 12. August hatte Nassau, mit 1000-1200 MannReitern und neun Fähnlein Fußvolk in einem Dorfe unweitPeronnc sich gelagert. Der damalige Zustand dieser Stadtwar von der Art, und namentlich der Mangel an allen Kricgs-Bcdürfnisscn und Mundvorräthen so groß, daß die Einwohnernoch ein paar Tage vor dem Erscheinen des Grafen bereitsdaran dachten, sie in Masse zu verlassen. Ein Edelmann ausder Umgegend, d'Estrumcl, brachte sie allein von diesem Vor-haben ab. Dieser Herr, voll entschlossener Gesinnung, vollausdauernder Vaterlandsliebe und unbedingter Ergebenheit andie Sache des Königs, wußte den Verzagten neuen Muth ein-zuflößen. Er warf sich mit seiner Familie und einem Haufen Be-waffneten in dic Stadt, ließ alles Korn, was er in seinen cige-