in der Folge, als sie sich wieder gelost, ihre Namen schimpf-lich ans den Registern des Adels streichen. Bei den Kaiser-lichen selbst empfing sie wenig Achtung.
Nassau übergab jetzt Guise und alle umliegende Ort-schaften den Flammen, und rückte mit zahlreichen Ge-fangenen und unermeßlicher Beute weiter gen St. O.ucnkinvor. Der Marschall von der Mark, welcher so eben mir derBefestigung von Laon beschäftigt war, cutschloß sich alsbaldjener Stadt zu Hülfe zu kommen und um jeden Preis sie zuretten, sollte er auch in ihren Ruinen sein Grab finden.Eine tüchtige Garnison, welche bereits in St. Queutin lag,steigerte sein Selbstvertrauen. Allein der Graf änderte seinenPlan, als er von solchem Vorsatze des Marquis Nachrichterhalten und stand spornstreichs vor Pcronne. Auch dieserPlatz schien wichtig und uugcmcin stark, mehr durch seinenatürliche Lage, da er rings von Sümpfen gedeckt war, alsdurch die Zahl seiner Vertheidiger. Aber Mark wußte auchhicfür Rath, so sehr die Umstände drängten.
Am 10. August hatten die Kaiserlichen ihr Lager beiCatclct abgebrochen und waren gegen Schloß d'Aplincourtangerückt, welches auf die erste Mahnung die Thore öffnete.Tages darauf setzten sie über die Sommc und näherten sichbereits der Stadt Pcronne. Der Brand vieler Dörfer undBurgen, welcher abermals ihren Weg bezeichnete, war weniggeeignet, die Gemüther der Einwohner zu ihren Gunsten zu stim-men, und zu dem Volkshaß kam nun noch die Verzweiflung. DieAnkunft einer Rotte von 1000 Fußgängern, unter Befehl desPikardcn Scrcus, welcher aus Ham, geleitet von guten Füh-rern, mitten dnrch die Feinde nicht ohne die größten Gefah-ren sich zu schleichen gewußt, gab neue Hoffnung und dieselbeDunkelheit der Nacht, welche jenem auf seinem Marsche sogut gekommen war, verhüllte auch die Spuren des Marschalls,welcher glücklich mit 100 Mann sich ebenfalls in die Stadtwarf. Als Nassau, in der sichern Erwartung, Pcronne un-