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Nassau stellte sich nunmehr, als sey er entschlossen, einenandern Weg einzuschlagen, überlistete dadurch die Wachsam-keit der Franzosen und hatte beinahe durch einen HandstreichGuisc überrumpelt. .Doch wußte der Statthalter der Pikar-dic, Herzog Karl von Vcndomc, welcher in aller Eile ausverschiedenen Platzen der Provinz Truppen zusammenzog, denSchlag für dießmal noch abzuwenden; ja, er nöthigte sogardie Kaiserlichen zum Rückzug über die Sommc und rächtesich für ihre Verheerungen durch ähnliche, welche er in denGränzorten anrichtete. Selbst bis Marollcs gelang es ihmvorzudringen, einem Orte, der nicht besonders befestigt war,und eine Besatzung von kaum 2000 Teutschen zählte. Nassau,inzwischen wieder verstärkt, machte sich jedoch schnell zumEutfatzc auf den Weg. Der Herzog wollte sein kleines Heernicht rollkühncrwcisc auf das Spiel setzen, sondern, in Erwar-tung der neuen Zuzüge, welche der Herzog von Guise, Gou-verneur der Champagne, ihm verheißen, befahl er die nichthaltbaren Gränzplätze, Guisc selbst nicht ausgenommen, ihremSchicksal zu überlassen. Doch sollte die Besatzung des letzternso lange als möglich die Citadelle vertheidigen und dem Feindeden Eintritt in die Stadt verwehren.
Allein der Umstand, daß man nur an Sichcrstcllung desEigenthums dachte und die Vcrthcidigungs-Maaßregeln ver-nachlässigte, bewirkte, daß Nassau ungehindert in die Stadtziehen und selbst einen Theil der Besatzung, welcher am mei-sten sich verspätet, in Stücke hauen konnte. Der Graf for-derte nun dxn Rest zur Uebcrgabe auf; dieser, obgleich derBefehlshaber, ein Mann von Ehre und Muth, dafür hielt,daß man noch längere Zeit den Angriffen der Kaiserlichen ste-hen könnte, war hiczu, weil von panischem Schreck erfaßt unddurch das Beispiel Anderer gewarnt, alsbald bereitwillig; jamanche sprangen sogar jn die Gräben hinunter, um ja demVerdachte einer Gegenwehr sich nicht auszusetzen und betteltenfeigcrwcisc um Gnade bei Nassau. Der König ließ deßhalb