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stcrung, in Folge der Aussagen von bestochenen Kaufleuten,welche in Frankreich ansäßig gewesen, bald darauf wiederumeinigermaßen nachließ, so standen doch die Sachen Karls auffast allen Punkten glänzend. Er wußte noch einmal Zeit,und für seinen Abgeordneten, den Herrn v. Licdckerke die Er-lanbniß zur Durchreise durch Frankreich nach den Niederlan-den, auf dem kürzesten Weg zu gewinnen. Mit Nassau warddurch diesen Kanal die Abrede getroffen, daß, sobald er, derKaiser, in die Provence eingerückt seyn w.ürde, der Angriff aufdie Pikardie erfolgen sollte. Im Herzen Frankreichs selbstwollte man die lange Frage, um welche der Kampf bishernur außerhalb desselben sich gedreht, rasch beendigen
Dem Plane getreu, eröffnete sich der Feldzug in derProvence und beide Parthcicn maßen ihre Kräfte mit allerErbitterung, welche das Andenken an alte und neue Unbildenund Täuschungen, so wie ein gegenseitiger Nationalhaß her-vorgerufen hatten. Um dieselbe Zeit rückten Graf Heinrich undAdrian v. Croi, Graf von Rocuv, an der Spitze von 27,000Fußgängern und 7000 Reitern, in die Pikardie. Das gewöhn-liche Schauspiel der Verwüstung des flachen Landes und derPlünderung all' jener kleinen Städte, welche Widerstand zubieten wagten, ward auch dießmal wieder gegeben. Die bei-den Grafen machten sich Meister von Brai, einem bequemenUcbcrgangspunktc der Svmme und mehreren anderen, imGanzen wenig bedeutenden Plätze». Dagegen wurde ihr An-griff auf St. Riqnicr abgeschlagen. Die Einwohner wehrtensich mit vcrzwciflungsvvllcm Muthe, und selbst zarte Frauen,in Mannskleider gehüllt, standen den Ihrigen in Vertheidigungder Mauern bei, halfen große Steine und siedendes Wafferauf die Belagerer werfen, oder kämpften an ihrer Seite mirSchwert und Picke in der Nahe des Feindes. Eine MengeVolkes, mehrere Gcschützstücke und sogar zwei Fahnen wurdenbei diesem Anlasse eingebüßt.
5) Die Ncmoil'es 6c c7u!IIauuie 6c Uelwi III. sind für das Fol-gende die Hauptguclle.