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HofeS warnten oftmals in Briefen und stellten des Grafenzweideutiges Benehmen in's Licht; stets entschuldigte man,auf gethane Anfragen, kaiserlicher Seits die Sache damit:daß Nassau die Truppen auf eigene Rechnung aushcbc, umdurch sie zum Besitze von Katzcnellenbogcn zu gelangen, welchesdurch Hessen ihm entrissen worden sey. Die politischen Ver-hältnisse, so wie die Kricgsercignissc des Jahres 15Z6 sindans anderen Gcschichtswcrkcn bekannt, darum heben wir da-von bloß so viel heraus, als mit Nassau's Theilnahme inunmittelbarer Verbindung steht. Der Kaiser ließ den GesandtenFranz's I. immer noch die Hoffnung eines gütigen Vergleichsüber Mailand, während er an einer Aussöhnung mit Eng-land arbeircte. Binnen dieser Zeit mußte Graf Heinrich dieRüstungen aus allen Kräften betreiben und den Einbruch indie Pikardie vorbereiten, während jener Frankreich von einerandern Seite her zu überfallen gedachte. Ja noch ein drittesHeer, dermal nur noch nicht beweglich, weil zur Beobachtungder Champagne nothwendig, sollte zu Gebote stehen, und als-bald, wenn die Besatzungen der Besten dieser Provinz zumSchutze der Pikardie herbeieilen würden, in jene erstere vor-dringen. Der ganze Fcldzugsplan ward zwischen dem Kaiserund dem Grafen genau berathen und eingeleitet.
Als die Ambassadcn und Unterhandlungen, welche hieraufweiter noch stattgefunden, keines Erfolges sich erfreut, ordnete auchKönig Franz seinen kräftigen Widerstand, während Wilhelmvon Bcllai, später vom Herrn von Langci eifrig unterstützt, inTcnlschland diplomatisch wirken und den Saamen der Zwie-tracht zwischen katholischen und protestantischen Ständen aus-streuen mußte. Allein Karl's Staatskunst blieb die ge-wandtere, siegreichere. Die Teutschen, über die Ränke Frank-reichs enttäuscht, strömten schaarcnwcise unter des KaisersFahnen , und Nassau konnte bald ein bedeutendes Heer vonLandsknechten nach der Pikardie führen, während andereHaufen zu der Armee in Italien eilten. Ob auch die Begci-